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Geschichte der Sanitätsakademie der Bundeswehr

Aus der Geschichte lernen (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Langer)Größere Abbildung anzeigen

Die Ursprünge der Sanitätsakademie der Bundeswehr reichen zurück bis in das 18. Jahrhundert. Im Jahre 1795 wurde in Berlin auf Initiative des damaligen Chefs des preußischen Militärmedizinalwesens, Generalstabschirurg Dr. Johann Goercke, die medizinisch-chirurgische „Pépinière“ (Pflanzschule) als erste militärärztliche Bildungsanstalt in der deutschen Militärgeschichte gegründet. Sie stellt den Ursprung moderner militärärztlicher Ausbildung deutscher Armeen dar, bildete die Grundlage für das Prinzip eines Stipendiatensystems von Medizinstudenten im Militär und widmete sich sowohl fachlich als auch militärisch der Prägung, Erziehung und Schulung angehender Militärärzte. Zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten der deutschen Medizingeschichte, wie z.B. Rudolf Virchow, Friedrich Loeffler, Emil von Behring oder Ernst von Bergmann, wurden hier ausgebildet oder dienten im Lehrbereich bzw. im wissenschaftlichen Senat der später in „Kaiser-Wilhelm-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen“ benannten Einrichtung. Im Zuge der Bestimmungen des Versailler Vertrages 1919 aufgelöst, wurde diese Ausbildungsstätte von der Deutschen Wehrmacht in den Jahren 1934 bis Kriegsende 1945 als „Militärärztliche Akademie“ wieder betrieben.

Nach Gründung der Bundeswehr wurde im Mai 1956 die „Sanitätstruppenschule des Heeres“ in Degerndorf zur Ausbildung von Sanitäts-, Truppen- und Unteroffizieren aufgestellt. Mit einem Einweisungslehrgang für 59 kriegsgediente Sanitätsoffiziere begann am 3. Juli 1956 der Lehrgangsbetrieb. Bereits 1957 wurde sie zur besseren Anbindung an Universitäten und Krankenhäuser nach München in die Luitpold-Kaserne verlegt und zwei Jahre später in „Sanitätsschule der Bundeswehr“ umbenannt. Dort folgten ein rascher Aufbau zu einem Ausbildungszentrum aller drei Teilstreitkräfte und eine Intensivierung des Lehrbetriebs. Es wurden erstmals neben Einweisungs- und Laufbahnlehrgängen für alle Dienstgradgruppen auch Verwendungslehrgänge zur Qualifikation von Sanitätsunteroffizieren und -mannschaften implementiert.

1963 erfolgte die Umbenennung der Sanitätsschule in „Akademie des Sanitäts- und Gesundheitswesens der Bundeswehr“, womit programmatisch ein hoher qualitativer Anspruch als Bildungseinrichtung erhoben wurde. Zusätzlich schloss der Sanitätsdienst der Bundeswehr damit, zumindest im Hinblick auf die Namensgebung, an die Tradition der früheren militärärztlichen Akademien an. Im Jahre 1980 bezog die Akademie ihr heutiges Domizil in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München. Im Juli 2013 ist die Sanitätsakademie neugestaltet und umstrukturiert worden. Sie verschmolz mit Fachabteilungen und Ressortforschungsinstituten aus dem ehemaligen Sanitätsamt zu einem neuen Kompetenzzentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Die „neue“ Sanitätsakademie bereitet Erkenntnisse aus Einsatz, Wissenschaft und Fähigkeitsanalyse auf und setzt diese in sanitätsdienstliche Aus-, Fort-, und Weiterbildung um.

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Stand vom: 05.10.16 | Autor: Dr. Volker Hartmann


https://www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de/portal/poc/sanitaetsdienst?uri=ci%3Abw.zsan.ueberuns.sanak.geschichte