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Als Seiteneinsteiger erfolgreich – Teil 2

Ulm, 13.12.2016.
Rein äußerlich sind sie von ihren langgedienten Kameraden nicht zu unterscheiden. Von ihren individuellen Leistungen als militärische Mitarbeiter des Bundeswehrkrankenhauses Ulm her zählen sie zu den Leistungsträgern in ihren Abteilungen. Eines ist ihnen gemeinsam: Sie sind Seiteneinsteiger im Sanitätsdienst der Bundeswehr. Drei Soldaten erzählen ihre Geschichte und die Beweggründe, warum sie sich für den Arbeitgeber Bundeswehr entschieden haben.

Aufklärungsgespräch vor der OP mit einem jungen Patienten (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Die junge Stabsärztin Gayathiri Tharmaratnam sitzt in einem kleinen Büro der Abteilung für Anästhesie und klärt einen jungen Patienten über die Narkose für seinen bevorstehenden Eingriff auf. Sie erklärt den Ablauf der OP-Vorbereitung und nimmt durch ihre offene und freundliche Art dem Schüler binnen Minuten alle Bedenken. Freunde hatten ihm von der Möglichkeit erzählt, auch als Kassenpatient die Vorzüge des Bundeswehrkrankenhauses in Anspruch zu nehmen.

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Entscheidung Bundeswehr

Die Eltern der angehenden Anästhesistin stammen aus Sri Lanka. Stabsarzt Tharmaratnam kommt aus dem Schwarzwald, studierte Medizin in Ulm und entschloss sich für eine Karriere bei der Bundeswehr. Den ersten Kontakt hatte sie schon während des Studiums, die Entscheidung für das Bundeswehrkrankenhaus fiel während des PJ, des Praktischen Jahres. Gerade die vielfältigen Tätigkeiten in der Notaufnahme hatten ihr besonderes Interesse geweckt. In München absolvierte sie im Juli den vierwöchigen Lehrgang für Seiteneinsteiger. Eine interessante Erfahrung und viele neue Bekannte, fasst sie die Tage an der Sanitätsakademie zusammen.

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Offenheit, Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft beeindruckend

„Was mich von Anfang an hier im Bundeswehrkrankenhaus beeindruckt hat, war die Offenheit und Herzlichkeit der Kollegen, die Bereitschaft, mir zu helfen, mich zu unterstützen. Gerade als Anfänger ist man noch etwas unsicher und freut sich über jeden Tipp“, so Tharmaratnam. „Mein Freundeskreis war positiv überrascht, als ich sagte, dass ich zur Bundeswehr gehen würde. Meine Familie war zuerst skeptisch, da sie nicht wusste, was sich mit meiner Berufswahl verbinden würde, aufgrund negativer Erfahrungen aus der Heimat. Aber jetzt ist es kein Problem mehr für sie, im Gegenteil.“

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Auslandseinsätze gehören dazu

Nach dem Medizinstudium zur Bundeswehr. Jetzt stehen Promotion und Facharzt auf dem Programm (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Fachlich will sie rasch vorankommen und den Weg zur Fachärztin gehen. Militärisch ist sie bereit für Auslandseinsätze, schließlich gehöre das zusammen als Ärztin bei der Bundeswehr. Da gebe es für sie keine Diskussion. Mit Schusswaffen habe sie an der Sanitätsakademie ersten Kontakt gehabt. „Da muss ich noch dazu lernen, aber das reizt mich umso mehr.“

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Keine Zweifel

Überzeugt durch Leistung am Arbeitsplatz. Sie spricht zudem Deutsch, Englisch, Tamil und Schwäbisch (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Negative Erfahrungen habe sie während ihrer gesamten Ausbildung erst einmal mit einem Patienten gehabt, so Tharmaratnam. Ob dieser sie jetzt wegen Geschlecht, Hautfarbe oder ihres Alters abgelehnt habe, sei ihr nicht klar geworden. Aber es hat sie nachdenklich gemacht. Zweifel an ihrer Entscheidung für den Sanitätsdienst der Bundeswehr hat sie nicht. Stattdessen den Willen, die gebotenen Möglichkeiten zu nutzen, und einen tollen Job zu machen.

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Stand vom: 15.12.16 | Autor: Herbert Singer, Helmut Hillmann


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