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Geschichte

Wappen Kdo RegSanUstg

Das Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung wurde am 1. Januar 2013 aufgestellt. Es wird, ebenso wie das Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, die Sanitätsakademie der Bundeswehr sowie die Bundeswehrkrankenhäuser, durch das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz geführt.

Der Aufstellungsappell wurde durch den Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Dr. Ingo Patschke, am 9. Januar 2013 in Gegenwart der Staatssekretärin im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz, Heike Raab, durchgeführt.

Das Kommando übernahm Teile der Aufgaben des aufgelösten Sanitätsamtes der Bundeswehr sowie der aufgelösten Sanitätskommandos. Das Sanitätskommando I und das Sanitätskommando IV wurden bis zur Auflösung im Dezember 2014 unterstellt. Das Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung ist heute das truppen- und fachdienstliche Führungskommando für die 13 Sanitätsunterstützungszentren mit ihren 128 Sanitätsversorgungszentren und für das Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr. Es stellt die ambulante ärztliche und zahnärztliche Versorgung der Soldatinnen und Soldaten im Inland sowie die Ausbildungs- und Übungsunterstützung der Streitkräfte sicher. Darüber hinaus stellt es Kräfte für die sanitätsdienstliche Einsatzversorgung (Ebene/ Role 1) bereit.

Erster Kommandeur des Kommandos ist Generalstabsarzt Dr. Dirk Raphael.

Geschichte des Schloss Oranienstein

Das Schloss Oranienstein bei Diez an der Lahn entstand 1672 auf den Ruinen des ehemaligen Benediktinerinnenklosters Dirnstein als eines der Stammschlösser des Niederländischen Königshauses durch die Fürstin - Regentin Albertine Agnes von Nassau Diez-Oranien. Fertiggestellt wurde der erste Bau 1681.

1707 ließ die Fürstin Henriette-Amalie, eine Nichte der Fürstin Albertine Agnes, das Schloss umbauen. Die Pläne für den Umbau zum Barockschloss lieferte der französische Architekt Marot. Napoleon ließ 1811 die gesamte Ausstattung des Schlosses versteigern. Nach den Beschlüssen des Wiener Kongresses trat König Wilhelm I. der Niederlande 1815 seine nassauischen Stammlande an den König von Preußen ab und erhielt dafür das Großherzogtum Luxemburg.

1867 erfolgte die Umwandlung des Schlosses Oranienstein in eine Königlich-Preußische Kadettenanstalt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Kadettenanstalt aufgelöst und von französischen Truppen besetzt. 1929 wurde die Freigabe des Schlosses erreicht und nach umfangreicher Renovierung im Hauptbau das Nassauische Heimatmuseum untergebracht. Die Nationalsozialisten richteten 1934 eine "Nationalpolitische Erziehungsanstalt" ein. Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloss Oranienstein mit sämtlichen Nebengebäuden von der französischen Besatzung beschlagnahmt. In der Rechtsnachfolge fiel 1947 das gesamte Gebiet an das neugegründete Land Rheinland-Pfalz. Die erheblichen Kosten für die Kriegs- und Folgeschäden konnten vom Land Rheinland-Pfalz nicht aufgebracht werden. 1957 hatte sich in Delft die Stiftung "Je Maintiendrai Nassau" konstituiert, die es als ihre Aufgabe ansah, Sorge für die Unterhaltung sämtlicher an das Haus Nassau-Oranien erinnernde Bauwerke zu tragen. Veranlasst durch eine Denkschrift des Museums- und Geschichtsvereins Diez über die Wiederverwendung des Schlosses Oranienstein gelang es dem damaligen Ministerpräsidenten Dr. h.c. Peter Altmeier den damaligen Bundesminister Franz Josef Strauß, zur Übernahme des Schlosses durch die Bundeswehr zu veranlassen.

1963 ging das gesamte Areal in das Eigentum der Bundesrepublik Deutschland über. Zuvor hatte das Bundesverteidigungsministerium die umfassende Renovierung und die Restaurierung der wertvollen Stuckarbeiten und Deckengemälde veranlasst. Die feierliche Übergabe an die Bundeswehr und die gleichzeitige Eröffnung des "Oranien-Nassau-Museums" fand in Gegenwart vieler niederländischer Ehrengäste und unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit am 23. Mai 1962 statt. Einige Tage zuvor war der Stab der 5. Panzerdivision dort eingezogen.

Am 27. Oktober 1971 überzeugte sich Königin Juliane der Niederlande mit einem Besuch im Schloss Oranienstein persönlich von der Faszination des Bauwerks. Mit Abschluss der zwischenzeitlich notwendig gewordenen Renovierungsarbeiten 1994 bekam das Schloss Oranienstein auch neue Hausherrn. Da der Stab 5. Panzerdivision von Diez bereits nach Mainz verlegt hatte, konnten das Lazarettregiment 74, die Panzerbrigade 34 und im Laufe der Zeit auch das Transportbataillon 310 in das Schloss einziehen. Bedingt durch Umstrukturierungen in der Bundeswehr wurde das Schloss Oranienstein ab dem Jahr 2001 Heimat des dort neu aufgestellten Sanitätskommandos II, das bezüglich seiner Größe die Nachfolge der 5. Panzerdivision als Großverband antrat. Seit dem 1. Januar 2013 ist es Heimat des Kommandos Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung.


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Stand vom: 16.02.17


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