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Geschichte

Geschichte des Sanitätsregimentes 3

Das Sanitätsregiment 3 wurde am 17. November 2014 als erstes von drei Einsatzregimentern in Dienst gestellt. Personell und materiell geht es im Wesentlichen aus den beiden Traditionsverbänden Lazarettregiment 41 und Gebirgssanitätsregiment 42 hervor. Als einziges der neuen Sanitätsregimenter ist das Sanitätsregiment 3 an einem Standort stationiert.

Geschichte des Standortes Dornstadt

1962 bis 1971

Am 2. Januar 1962 beziehen die ersten Soldaten die neue „Truppenunterkunft auf dem Lerchenfeld“. Die Einweihung mit symbolischer Schlüsselübergabe findet am 21. Juni 1963 statt. Beim „Tag der offenen Tür“ nehmen mehr als 20.000 Besucher die militärische Liegenschaft in Augenschein. Sie erhält am 12. Juni 1965 den Namen „Rommel-Kaserne“. In Dornstadt entsteht unterdessen eine „Soldatensiedlung“ mit 128 Wohnungen. Im Sommer 1965 verbringen viele Soldaten ihren ersten Truppenübungsplatzaufenthalt außerhalb Deutschlands: es geht nach Castle Martin in England. Mitte 1971 wird das 1.600 Mann starke Panzerregiment 200 aus der Taufe gehoben. Ihm sind zwei Bataillone vor Ort unterstellt.

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1972 bis 1981

Mitte 1972 stellt das Panzerregiment 200 zum ersten Mal „den modernsten Panzer der Welt“, den „Leopard 1 A 2“ sowie den Schützenpanzer Marder, den Medien und der Öffentlichkeit vor. Mitte der 70er Jahre stößt die 40 Hektar große Rommel-Kaserne an die Grenze ihrer Kapazität. Sie wird für umgerechnet knapp 50 Millionen DM im westlichen Teil um 22 auf nun 62 Hektar erweitert. Die 70er Jahre sind geprägt von Baustellen in der Liegenschaft. Es entstehen neue Unterkunftsgebäude, Instandsetzungshallen und ein zweites Wirtschaftsgebäude. Anfang April 1975 gliedert das Panzerregiment 200 in die Panzerbrigade 28 um. Die Belegung der Kaserne steigt auf mehr als 2.100 Soldaten und zivile Mitarbeiter. 1978 wird einer der ersten Fahrsimulatoren für Panzer dauerhaft in Betrieb genommen.

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1982 bis 1991

Mit 25.000 Besuchern wird im Juni 1985 ein „Tag der offenen Tür“ begangen. Ende 1988 wird Richtfest an zwei neu gebauten Unterkunftsgebäuden gefeiert. Ein Jahr darauf finden erste Feldversuche für den Einsatz von Rechneranlagen zum „Führen auf dem Gefechtsfeld“ für die Panzertruppe durch das Bundesverteidigungsministerium statt. Der Umbruch in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zeigt auch in der Rommel-Kaserne Auswirkungen. 1990 beginnend, werden in einem Unterkunftsgebäude und in der Sporthalle zweieinhalb Jahre lang bis zu 200 Aus- und Übersiedler einquartiert. Im Januar 1991 treffen die ersten Wehrdienstleistenden aus der ehemaligen DDR in Dornstadt ein.

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1992 bis 2001

Der politische Umschwung in der Welt führt im Frühjahr 1993 auch zur Auflösung der Panzerbrigade 28. Die Kampftruppe am Standort wird aufgelöst. Hauptnutzer der Liegenschaft werden nun Logistiktruppen sein. Neuer Hausherr wird das Instandsetzungsregiment 21, das wiederum zum 01.10.1996 in das Logistikregiment 21 umgliedert. Im Krisengebiet SOMALIA beteiligen sich mit Beginn 1993 erstmals Soldaten der Kaserne an Auslandseinsätzen außerhalb des NATO-Gebietes. Danach folgen bis zu sechs Monate dauernde Einsätze im Kosovo (KFOR) und in Bosnien (SFOR).

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2002 bis 2014

2008 beginnen wiederum wesentliche infrastrukturelle Eingriffe in die Liegenschaft. Das Investitionsvolumen beträgt bis 2012 annähernd 30 Millionen Euro. Es entstehen zwei neue Unterkunftsgebäude als Ersatz für bisher genutzte und erstmals ein Schießsimulator für Handwaffen. Strukturelle Anpassungen führen zu Umgliederungen im Logistikregiment 21. 2002 wird dieses in Logistikregiment 47 umbenannt. Ein Unterstellungswechsel von LogBrig 2 zu Wehrbereichskommando IV wird vorgenommen. Das nichtaktive LogRgt 22 mit annähernd 6.000 eingeplanten Reservisen wird aufgelöst. Die Teilnahme an Auslandseinsätzen wird zur Regel. Wesentliche Einsatzorte sind: Herzegowina (EUFOR), Sudan (UNMIS), Georgien (UNOMIG) und Afghanistan / Usbekistan (ISAF / UNASAM). Seit Herbst 2009 wird an den neu eingeführten gepanzerten Transportkraftfahrzeugen „Boxer“ geschult. Die Schulungen an den Kampfpanzern Leopard 1 werden eingestellt. Aktuell sind rund 1.300 Soldaten und zivile Mitarbeiter in Dornstadt stationiert.

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2014 bis heute

Die Neuausrichtung der Bundeswehr führt im Jahr 2014 zur Auflösung des Logistikregiments 47. Hauptnutzer der Liegenschaft wird nun der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr. Neuer Hausherr wird das Lazarettregiment 41, das ab November 2013 von der Hindenburgkaserne in Ulm in die Rommelkaserne umzieht. Bereits seit 1997 ist mit den Soldatinnen und Soldaten aus dem KRK Lazarett Ulm die Sanitätstruppe in der Rommelkaserne vertreten. Nach der Auflösung des KRK Lazarett Ulm und der Neuaufstellung der Einsatzlazarett 411 und 412 wurden diese zur dritten und vierten Kompanie des Lazarettregiment 41 umgegliedert. Die Zusammenführung des Lazarettregiments 41 in Dornstadt vom November 2013 bis zum Oktober 2014 endet mit der Auflösung des Lazarettregiments 41 und der Neuaufstellung des Sanitätsregiments 3 zum 17. November 2014. Im Laufe des Jahres 2016 wird mit der Auflösung des Gebirgssanitätsregiments 42 in Kempten der Aufwuchs des Sanitätsregiment 3 mit der Aufstellung der sechsten bis neunten Kompanie abgeschlossen sein.

Recherche, Text: Major d.R. Joachim Lenk, Stabsfeldwebel Rainer Herwanger und Oberleutnant Daniel Lamparska

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Stand vom: 22.01.16


http://www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de/portal/poc/sanitaetsdienst?uri=ci%3Abw.zsan.ueberuns.regiment.sanrgt3.geschichte