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Auftrag

Der Auftrag und der Handlungsrahmen des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst (Kdo SES) „Ostfriesland“ sind wie folgt definiert.

Kernaufgabe ist die flexible, schnelle und qualitativ hochwertige sanitätsdienstliche Versorgung im Einsatz. Dies gilt sowohl im nationalen als auch im multinationalen Rahmen. Die Verpflichtungen Deutschlands in der NATO, der Europäischen Union und der Vereinten Nationen definieren den Rahmen des Einsatzspektrums. Dazu gehören:

  • Nationale militärische Rettungs- und Evakuierungsoperationen
  • Soforteinsätze zur humanitären Not- und Katastrophenhilfe
  • Sanitätsdienstliche Versorgung in der NATO Response Force (NRF)
  • Sanitätsdienstliche Versorgung in European Battle Groups (EU BG),
  • Very High Readiness Joint Task Force (VJTF)

Die sanitätsdienstliche Versorgung umfasst einerseits die unmittelbare medizinische Versorgung am Ort des Geschehens und andererseits den Verwundetentransport im Einsatzraum, über dessen Grenzen hinweg in sichere Gebiete und zurück ins Heimatland. Die Aktivitäten zur Planung, Vorbereitung, Führung, Steuerung und Überwachung derartiger Einsätze gehören ebenfalls zu den Aufgaben.

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Militärische Evakuierungsoperationen

Deutschland verfügt mit dem Einsatzverband Militärische Evakuierungsoperationen (MilEvakOp) über eigene, besonders ausgebildete und ständig einsatzbereite Kräfte für die Evakuierung deutscher Staatsangehöriger.

Der Sanitätsdienst stellt mit dem Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst permanent und unverzüglich die medizinische Versorgung im Rahmen dieser nationalen Risikovorsorge sicher. Die Kräfte arbeiten eng mit den Divisionen für spezielle Operationen und luftbewegliche Operationen zusammen.

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Humanitäre Not- und Katastrophenhilfe

Wenn sich die Bundesrepublik Deutschland bei Rettungs- und Hilfeleistungen z.B. nach Naturkatastrophen beteiligt, wird neben zivilen Hilfsorganisationen häufig auch die Bundeswehr beauftragt. Oftmals steht bei derartigen Einsätzen das Erbringen medizinischer Leistungen im Vordergrund.

Aufgrund der ständigen Präsenz der Kräfte zum schnellen Einsatz, der für notfallmedizinische Versorgung ausgelegten Ausstattung und der qualifizierten Ausbildung des Sanitätspersonals, stellt das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst für derartige Einsätze ein geeignetes Instrument in der Initialphase humanitärer Hilfsmaßnahmen dar.

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NATO Response Force

Die NATO Response Force (NRF), die schnelle Eingreiftruppe der NATO, wurde 2002 auf dem NATO-Gipfeltreffen in Prag ins Leben gerufen. Sie kann innerhalb von fünf Tagen weltweit verlegt werden und bis zu 30 Tage autark im Einsatz bleiben.

Die NRF ist primär mit friedenssichernden und -schaffenden Maßnahmen, der Evakuierung von Bewohnern eines Landes oder der Überwachung von Embargos betraut. Zu ihr gehört stets eine sogenannte Medical Task Force an. In einem rotierenden System beteiligt sich das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst gemeinsam mit sanitätsdienstlichen Kräften der NATO-Partner an der Medical Task Force der NRF.

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European Battle Group

Analog zur NRF hat die Europäische Union besonders schnelle Eingreifkräfte, European Battle Groups (EU BG), ins Leben gerufen. Seit Januar 2007 ist die volle Einsatzbereitschaft mit meist multinationalen Gruppen erreicht.

Diese rotieren in einem System, sodass jederzeit zwei Gruppen sofort einsatzbereit sind. Den Einsatzgruppen gehört ebenfalls eine Medical Task Force an, deren Aufgaben Kräfte des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst wahrnehmen.

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Stand vom: 13.01.16 | Autor: 


http://www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de/portal/poc/sanitaetsdienst?uri=ci%3Abw.zsan.ueberuns.kdoses.auftrag