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Das MMCC – gemeinsam planen, gemeinsam handeln

Koblenz, 06.06.2018.

Der Grundstein ist gelegt, jetzt geht die Arbeit erst richtig los – Anfang Juni 2018 meldete Generalarzt Bruno Most in der Koblenzer Rheinkaserne eine erste Arbeitsfähigkeit für das Multinational Medical Coordination Centre (MMCC). Als Teil der gemeinsamen Sicherheitsarchitektur der NATO ist das MMCC, das Most als Direktor leitet, Koordinierungselement europäischer Sanitätsdienste.

Generalarzt Bruno Most, Director des Multinational Medical Coordination Centre (MMCC). (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Laymann)Größere Abbildung anzeigen

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Abgestimmte Fähigkeiten und Services

In dieser Funktion sollen die Mitarbeiter des neuen Zentrums die sanitätsdienstlichen Fähigkeiten der unterschiedlichen Länder koordinieren, Einsatzplanungen verschiedener Bereiche wie beispielsweise der NATO, der EU und der Vereinten Nationen miteinander harmonisieren und für die Zukunft auch Dienstleistungen, beispielsweise im Bereich der Verwundetensteuerung und Sanitätslogistik, anbieten. „Ein besonderer Baustein sollen hierbei Produkte und Informationen im Bereich des Gesundheitsschutzes der Einsatzkontingente werden. Hier wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern das international anerkannte System unserer „Medical Intelligence“ weiterentwickeln“, ergänzt Most, der den Aufbau des MMCC seit Dezember 2017 führt.

Internationale Zusammenarbeit im Rahmen des Framework Nations Concept (FNC) während der Übung Vigourous Warrior 2017 (VW2017). (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Vu)Größere Abbildung anzeigen

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Zusammenarbeit besiegelt

Ausgehend vom Framework Nations Concept (FNC) unterzeichneten am 2. Mai 2017 die Inspekteure der Sanitätsdienste von insgesamt acht europäischen Nationen die gemeinsame Absichtserklärung zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Sanitätsdiensten, zur Schaffung der Grundlagen für das MMCC. So soll die bereits bestehende Zusammenarbeit der Sanitätsdienste von BEL, NLD, LUX, NOR, CZE, HUN, EST und DEU vertieft und intensiviert werden. Die internationale Zusammenarbeit macht für Most den Reiz der Aufgabe aus: „Neben dem Austausch von Wissen, freue ich mich auf die gemeinsame Arbeit mit Partnern aus den unterschiedlichen Nationen – sei es aus der Ferne oder vor Ort in Koblenz.“

Das vorläufige Aufbau-Layout einer Role2B, anlässlich der Übung Vigourous Warrior 2017. (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

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Politische Vorgaben umsetzen

Eine besondere Herausforderung für Most wird es sein, die politischen Ziele von Europäischer Union (Permanent Structured Cooperation, PESCO-Initiative) und NATO (FNC) für diese Aufgabe zu harmonisieren. Als sogenannte "Lead Nation" beziehungsweise "Framework Nation" ist Deutschland neben den Themen Logistik und Mobilität und Training auch internationaler Hauptansprechpartner für das Thema der medizinischen Versorgung. „Ob EU oder NATO – für die sanitätsdienstliche Versorgung im Umfeld Europas wollen und werden wir zu einer Agentur aufwachsen, die Leistungen aus einer Hand koordiniert und damit parallel Dienstleister für Einsätze der Europäischen Union und/oder des nordatlantischen Bündnisses ist“, erklärt Most.

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Die Zukunft klar vor Augen

Ziel der nächsten Monate ist es, das konzeptionelle Gebäude dieser Agentur fertig zu stricken und die Zusammenarbeit mit den anderen Nationen mit einem „Memorandum of Understanding“ (MoU) auf vertragliche Füße zu stellen. Darüberhinaus ist das Werben um weitere Partner und die Bereitstellung erster Produkte wie Workshops oder Übungsorganisation ein klares Arbeitsziel. Dazu wird der derzeit nur aus einer Handvoll Mitarbeiter bestehende Arbeitsstab weiter moderat aufwachsen. Echte Multinationalität ist aber erst dann erreicht, wenn eine Vielzahl von Mitgliedsnationen Mitarbeiter vor Ort oder ressourcenschonend aus ihren Stäben heraus in das MMCC eingebunden sind.

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Stand vom: 06.06.18 | Autor: Claas Gärtner


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