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Die Welt im Wandel – Herausforderung für den Sanitätsdienst der Bundeswehr

Koblenz, 13.12.2017.

Die sicherheitspolitische Weltlage ist zunehmend geprägt von einem unbeständigen, komplexen und unsicheren Umfeld. Instabilität, internationale Konflikte und eine neue Dimension des Terrorismus machen auch für den Sanitätsdienst der Bundeswehr eine Refokussierung im Sinne eines Überdenkens der künftig vorzuhaltenden Fähigkeiten notwendig.

Der Blick des Sanitätsdienstes der Bundeswehr richtet sich wieder auf die Landes- und Bündnisverteidigung. (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Dirk Bannert)Größere Abbildung anzeigen

Die Weiterentwicklung des Sanitätsdienstes hat sich in der Vergangenheit im Schwerpunkt an Erfahrungen aus Stabilisierungseinsätzen abgeleitet. Inzwischen richtet sich der Blick wieder auf die Landes- und Bündnisverteidigung. Dies bedeutet, dass der Sanitätsdienst einerseits verlorengegangene Fähigkeiten zurückgewinnen und andererseits neue Fähigkeiten entwickeln muss, die heutigen und zukünftigen Konfliktszenarien entsprechen. Das Ziel ist es, Großverbände in Kampfeinsätzen hoher Intensität bei hoher medizinischer Qualität unterstützen zu können und weiterhin Beiträge zum internationalen Krisenmanagement sowie zur humanitären Not- und Katastrophenhilfe leisten zu können.

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Hohe Belastbarkeit gefordert

Der Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr weiß um die Dringlichkeit der Refokussierung. (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Jane Schmidt)Größere Abbildung anzeigen

„Dies erfordert sanitätsdienstliche Kräfte, die mit einem hohen Maß an Mobilität, Durchhaltefähigkeit und Schutz in der Lage sind, sowohl unter fordernden klimatischen und geographischen Bedingungen, als auch im intensiven Gefecht operieren zu können“, betont der Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Dr. Michael Tempel, die Dringlichkeit der Refokussierung.

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Gesundheitsschutz elementar

Generalarzt Most kennt die Erwartungen an einen zukunftsfähigen, flexiblen Sanitätsdienst. (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Markus Dittrich)Größere Abbildung anzeigen

Veränderte Bedrohungsszenarien machen den Gesundheitsschutz zur wichtigen Kernkompetenz. Er ist unverzichtbar für den Erhalt der Einsatzbereitschaft der Truppe. Gut ausgebildetes und ausgestattetes Sanitätspersonal ist dabei die Basis für den Schutz und die medizinische Unterstützung der eigenen Kräfte. „Die aktive Analyse und das Nutzen der aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen im Sinne einer zielgerichteten Zukunftsentwicklung sind das Fundament für die Anpassung des Sanitätsdienstes an die Herausforderungen von morgen“, unterstreicht Generalarzt Bruno Most, Abteilungsleiter A des Kommandos Sanitätsdienst der Bundeswehr, die Erwartungen an einen zukunftsfähigen, flexiblen Sanitätsdienst.

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Neue Rahmenbedingungen

Die Refokussierung auf die kollektive Verteidigung beinhaltet neben der Festigung übergreifender Integration und multinationaler Zusammenarbeit auch die Berücksichtigung gestiegener Erwartungen der Öffentlichkeit. Eine hohe medizinische Ergebnisqualität, die sich an den aktuellen technischen und wissenschaftlichen Standards unseres Landes orientiert, ist dabei unverändert die Messlatte für den Sanitätsdienst der Bundeswehr.

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Konkrete Überlegungen

Derzeit sind die Fragen nach der konkreten quantitativen Anpassung und deren personellen sowie materiellen Verfügbarkeit Gegenstand intensiver bundewehrgemeinsamer Untersuchungen. Dazu zählt beispielsweise die Analyse der Anzahl an medizinischen Behandlungseinrichtungen, die zur künftigen Unterstützung der Einsatzkräfte notwendig sind. Ein militärisches Leuchtturmprojekt befindet sich derzeit im Aufbau: das „Multinational Medical Coordination Centre“ (MMCC). Es soll sanitätsdienstliche Kräfte in Europa koordinieren und deren schnellen Einsatz ermöglichen.

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Medizinische Versorgung im Mittelpunkt

Dies sind nur einige Beispiele, auf die das Augenmerk des Sanitätsdienstes der Bundeswehr neu gelegt wird. Im Mittelpunkt liegt in jeglicher Hinsicht die bestmögliche medizinische Versorgung der Soldatinnen und Soldaten im Inland, wie der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten in den Auslandseinsätzen weltweit.

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Stand vom: 20.12.17 | Autor: PIZ Sanitätsdienst


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