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Neuer Militärpfarrer am Standort Leer

Leer, 09.12.2009.
Der Standortbereich Leer hat einen neuen katholischen Militärseelsorger. Am 4. Dezember 2009 wurde Dr. Jochen Folz durch den Leitenden Militärdekan des Katholischen Militärdekanates Erfurt, Monsignore Hartmut Gremler, im Rahmen einer Eucharistiefeier in sein neues Amt als Militärpfarrer eingeführt.

Während des Gottesdienstes wird der neue Militärpfarrerin sein Amt eingeführt
Amtseinführung (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Hoogestraat)Größere Abbildung anzeigen

Den feierlichen Rahmen für den Einführungsgottesdienst bildete die Anwesenheit zahlreicher Soldatinnen und Soldaten, Gäste aus dem öffentlichen Leben sowie Teilen der Bevölkerung in der 1767 erbauten Katholischen Kirche St. Michael in Leer, die ursprünglich als Garnisonskirche errichtet wurde. Soldatinnen und Soldaten des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst „Ostfriesland“ übernahmen den Dienst am Altar und waren mit einer Fahnenabordnung vertreten.

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Werdegang

Im Anschluss an den Gottesdienst hatte der Militärdekan die Gäste zu einem Empfang in das Offizierheim Leer eingeladen. „Für mich ist die Zeit in Leer eine weitere Auslandserfahrung“, sagte Dr. Folz in seiner Antrittsrede mit einem Augenzwinkern. Nach Auslandsaufenthalten in Italien und Amerika – jetzt eben Ostfriesland.

Dr. Jochen Folz ist 1971 in Friedrichshafen am Bodensee geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie und Philosophie in Tübingen. Nach dem Vordiplom wechselte er nach Rom, wo er auch das Studium abschloss. Es folgten weitere Studien im Bereich der Geschichtswissenschaften in Heidelberg sowie ein Aufbaustudium der Theologie in Rom. Sein erster Einsatz als Seelsorger führte ihn von 2002 bis 2005 in das bayerische Haindling. Dort war Dr. Folz als Wallfahrtsdirektor für eine der ältesten Pilgerstätten in Bayern verantwortlich und unterrichtete als Religionslehrer am Burkhartgymnasium in Mallersdorf.

Für das Doktoratsstudium kam Dr. Folz dann 2005 nach München, wo er auch als Pfarrvikar in St. Peter am Marienplatz tätig war. Im Rahmen des Doktoratsstudiums war er in den Jahren 2007 und 2008 in Chicago und lernte verschiedene kirchliche Einrichtungen in den USA kennen. Nach seiner Promotion unterrichtete Dr. Folz am Wilhelmsgymnasium in München und war weiterhin Seelsorger in St. Peter. Zum 1. September 2009 wurde ihm nun das Amt des Militärpfarrers im ostfriesischen Leer übertragen.

Auslandserfahrungen sammelte Dr. Folz bereits bei einem mehrwöchigen Hilfseinsatz in Albanien. Auf künftige Auslandseinsätze, möglicherweise gemeinsam mit den Soldatinnen und Soldaten des KdoSES, bereitet der Schwabe sich vor, wenngleich noch keine genauen Termine bekannt sind.

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Der Leitende Militärdekan übergibt die Ernennungsurkunde an Dr. Folz (2.v.li.). Anwesend sind die Kommandeure der Kommandobereiche des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst, Oberstleutnant Edgar P. Chatupa (li.) und Oberfeldarzt Dr. Jürgen Meyer (re.)
Glückwünsche zur Ernennung (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Hoogestraat)Größere Abbildung anzeigen

Künftige Aufgaben

Militärpfarrer Dr. Folz ist als Leiter des Seelsorgebezirkes Leer zuständig für die Standorte Leer, Schwanewede (nur KdoSES), Westerstede, Lorup, Meppen, Quakenbrück, Ramsloh und Weener.

Schwerpunkt der künftigen Arbeit von Dr. Folz ist die Organisierung und Durchführung des Lebenskundlichen Unterrichts nach der neuen ZDv 10/4: „Die Wertevermittlung auf der Basis unseres Grundgesetzes und auch der Präambel ist mir ein wichtiges Anliegen. Die Handlungskompetenz des Menschen hängt maßgeblich von einem entsprechenden Wertekanon ab.“ Zu den Aufgaben des Militärpfarrers gehört selbstverständlich auch die Seelsorge: „Die Tür der Dienststelle steht weit offen für die unterschiedlichen Anliegen der Soldatinnen und Soldaten.“ Darüber hinaus bietet das Militärpfarramt für die Soldatinnen und Soldaten viele Veranstaltungen an: Familienfreizeiten, Werkwochen und Wallfahrten. „Es gibt viele Gelegenheiten, den Militärpfarrer kennen zu lernen und umgekehrt freue ich mich über jede Begegnung mit Ihnen.“

In seinem Grußwort sagte der Erste Stadtrat der Stadt Leer, Dr. Thomas Helmke, dass das KdoSES so stark in Auslandseinsätze eingebunden sei, wie kaum ein anderer Truppenteil. Dr. Helmke, selber Offizier der Reserve: „Wir sind alle sehr dankbar, dass die Seelsorge für unsere Kameradinnen und Kameraden da ist.“

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Inhalt des Artikels

Stand vom: 09.12.2009 | Autor:

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