Hilfe für kosovarisches Krankenhaus
Prizren, 10.03.2010, Maz&More.
Medizinisches Material wird nicht in Kosovo hergestellt und muss durch die einheimischen Kliniken teuer im Ausland gekauft werden. Bei dem deutschen Sanitätseinsatzverband (SanEinsVbd) KFOR der Multinationalen Battle Group South (MNBG S) in Prizren ist diese Tatsache bekannt. Am Freitag, dem 26.02.2010 übergaben der Kommandeur des SanEinsVbd, Oberstarzt Dr. Andreas Hölscher und der Kompaniechef der Klinikkompanie, Flottillenarzt Dr. Michael W., Osteosynthesematerial im Wert von annähernd 8.000 Euro an die ärztliche Direktorin des regionalen Krankenhauses von Prizren, Frau Dr. Lumnije Hoxha.

Das medizinische Material, Platten und Schrauben aus Edelmetall, wird bei Knochenbrüchen zum Schienen eingesetzt und stammt aus Bundeswehr-Beständen, die KFOR im Rahmen humanitärer Hilfe für Kosovo übergibt. Frau Dr. Hoxha bedankte sich für das dringend benötigte orthopädische Material. Bei der Übergabe betonte die Direktorin, dass die Klinik vom Personal her eigentlich gut aufgestellt sei, aber das Material sei sehr teuer und könne nur im Ausland gekauft werden. Gerade im Bereich der Orthopädie müssen durch diesen Engpass des Materials, notwendige Operationen oft aufgeschoben werden. Denn fehle für eine Operation eine kleine Schraube, könne die Operation nicht durchgeführt werden. Einigen Patienten müssten sie dann sogar raten, sich im Ausland operieren zu lassen.

Bundeswehr - Ansprechpartner für alle Fälle
Oberstarzt Dr. Hölscher und Flottillenarzt Dr. W. boten an, bei Problemen zu unterstützen. Die Direktorin freute sich über das Angebot und berichtet, dass sie regelmäßig Kontakte zu den Sanitätsdienstellen von KFOR, besonders zu dem Einsatzlazarett in Prizren habe. Immer wenn sie sich an KFOR gewandt hatte, konnte ihr bisher geholfen werden. Dies sei für sie und ihre Kollegen sehr fruchtbar gewesen. in einigen Fällen bedeutete dies eine unschätzbare Hilfe. Dafür dankte sie nochmals den Vertretern der KFOR, auch im Namen Ihrer Kollegen und vor allem im Namen der Patienten für diese kontinuierliche Unterstützung.
Rundgang im Krankenhaus
Den Besuchern fiel im Zimmer der Direktorin eine Urkunde über der Schenkung eines Krankenwagens in den Blick. Dieses Fahrzeug war im Jahr 2002 von der saarländischen Landesregierung an das Krankenhaus Prizren übergeben worden. Frau Dr. Hoxha berichtete, dass dieser damals acht Jahre alte Krankenwagen noch ständig im Einsatz sei und inzwischen schon mehr als 200.000 Kilometer in Kosovo unterwegs war.Der Besuch der deutschen Ärzte endete mit einem Rundgang im Krankenhaus Prizren. Dabei wurde auch die Dialysestation der Klinik vorgestellt. Diese Dialysestation ist die größte in Kosovo. Hier können etwa 150 Patienten behandelt werden.



