Sanitätseinsatzverband unter neuem Kommando
Mazar-e-Sharif, 26.11.2009, Pressestelle Mazar-e-Sharif.
Brigadegeneral Jürgen Setzer, Kommandeur des 21. Deutschen ISAF-Kontingents und Kommandeur Regionalkommando Nord, hat das Kommando über den Sanitätseinsatzverband in Mazar-e-Sharif von Oberstarzt Dr. Peter Beller an Oberstarzt Dr. Jörg Ruff übergeben.
„Ich möchte Ihnen einfach nur für Ihre Leistungen danken“, so Dr. Beller in seiner Rede an die angetretene Truppe vor der Klinik im Camp Marmal. Besonders beeindruckt von der Tatsache, dass es funktioniert hat, 380 Soldaten aus rund 90 verschiedenen Standorten zu einem Team zusammenzufügen.

Glück gehabt
Dass das 20. Einsatzkontingent Glück hatte, verhehlt der scheidende Kommandeur nicht. Mit den Worten: „Ich wünsche meinem Nachfolger und dem gesamten 21. Kontingent das gleiche Glück, das wir auch hatten“, schloss Beller seine Ansprache.
Genau 16 Wochen hatte Oberstarzt Dr. Beller als Kommandeur die Verantwortung für die Soldatinnen und Soldaten des Sanitätseinsatzverbandes inne. Jetzt kehrt er zurück nach München an das Sanitätsamt der Bundeswehr.
Mehr als ein Krankenhaus
„Eigentlich“, so Brigadegeneral Setzer, „übergeben wir heute ein Kreiskrankenhaus. Aber welches Kreiskrankenhaus hat nebenbei noch einen Beweglichen Arzttrupp oder unterstützt eine MedEvac-Komponente.“
Weiterhin betont Setzer: „Sie können von sich behaupten die beste medizinische Einrichtung im Norden Afghanistans zu betreiben.“

Führungskunst erforderlich
Besonders erfreut zeigt sich der General über die gelungene Integration von ungarischen Kameraden in den Verband. Das die erfolgreiche Arbeit der zurückliegenden Monate nur im Team erreicht werden konnte, auch das betonte General Setzer. Aber: „Es bedarf der Führungskunst eines Kommandeurs, dieses Team zusammenzufügen.“ Oberstarzt Dr. Beller ist dies gelungen.
Der künftige Kommandeur des Sanitätseinsatzverbandes, Oberstarzt Dr. Ruff, war bislang Divisionsarzt der 1. Luftwaffendivision. „Bei Ihrer Fachexpertise bin ich mir sicher”, so General Setzer, „dass Sie die Herausforderungen, die vor uns liegen, meistern werden.” Er und sein Team haben sein vollstes Vertrauen.

