Verlegefähigkeit von Patienten
Verletzte und verwundete Soldatinnen und Soldaten werden zur klinischen Folgeversorgung nach Deutschland geflogen. Das medizinische Fachpersonal und fliegende Besatzungen müssen auf verschiedene Einflüsse vorbereitet sein.
Es gibt Bedingungen, die den Gesundheitszustand des Patienten während des Lufttransportes gefährden können. Diese Bedingungen sind abhängig vom eingesetzten Transportmittel und äußeren Einflüssen wie Lärm, Vibration und Beschleunigung. Sie wirken sich unter allen Umständen negativ auf den Patienten aus.Der geringere Sauerstoffgehalt der Höhenluft ist in allen Luftfahrzeugen Kriterium. Für Gesunde unbedenklich, müssen Verletzte mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden. Die Sauerstoffzufuhr erfolgt über Anbauten an der Patiententransporteinheit (PTE).Bei Transportmitteln wie dem mittleren Transporthubschrauber CH-53G, müssen Temperaturänderungen berücksichtigt werden. Alle 300 Höhenmeter kühlt die Außentemperatur um ca. zwei Grad Celsius ab. Mit zusätzlicher Isolierung und Flügen in niedrigen Höhen wird einer Auskühlung des Verletzten entgegengewirkt.Weiteren Einfluss nimmt die geringere Luftfeuchtigkeit. Die trockene Luft während des Fluges lässt Schleimhäute leicht austrocknen. Besonders Augen und Mundschleimhäute sind betroffen. Abhilfe schafft die Aufnahme von Flüssigkeit.Mit zunehmender Höhe nimmt der Luftdruck ab. Gase dehnen sich aus. Patienten mit eingeschlossenen Gasen können aufblähen. Durch Drainagen wirkt der behandelnde Arzt möglichen Blähungen vor dem Transport entgegen.Die Entscheidung über den Patiententransport in das Heimatland trifft der zuständige Fliegerarzt.