Der Einsatz gibt die Richtung vor
Wildbad Kreuth, 19.11.2009.
180 Sanitätsoffiziere aus Süddeutschland folgten der Einladung des Kommandeurs Sanitätskommando IV, Generalarzt Dr. Frank Schindelhauer, zum 1. Tegernseeforum für „Präventiv- und Einsatzmedizin“ nach Wildbad Kreuth.

Im Gästehaus der Hanns-Seidel-Stiftung beschäftigten sich die Führungskräfte mit aktuellen Herausforderungen an die sanitätsdienstliche Versrogung im Einsatz und in der Heimat. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie fand die Arbeitstagung erstmalig statt. Brisante Themen im Verbund mit hochrangigen Referenten bildeten die Basis für einen regen, kameradschaftlichen Meinungsaustausch. „Eine runde Sache mit Wiederholungswert”, lautete das Fazit der Teilnehmer.
Der Kommandeur des Sanitätskommandos IV aus Bogen, Generalarzt Dr. Frank Schindelhauer, begrüßte als Initiator und Tagungsleiter der Weiterbildungsveranstaltung die Sanitätsoffiziere des Südens . Er wünschte sich, dass „kontrovers diskutiert wird, Lösungsmöglichkeiten gefunden und Empfehlungen aufgezeigt werden.”

Grußworte
Der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie, Generalarzt Dr. Michael Tempel, begrüßte die Anwesenden mit einem Hinweis auf die Aktualität des Themas, denn besonders der Einsatz wirke sich auf die Anforderungen an den Sanitätsdienst aus.
Der Befehlshaber des Sanitätsführungskommandos aus Koblenz, Generaloberstabsarzt Dr. Jürgen Blätzinger, unterstrich mit seiner Teilnahme die Bedeutung der Veranstaltung und betonte in seinem Grußwort die „sehr gute Performance” im Auslandseinsatz: „Es gibt keinen besseren militärischen Sanitätsdienst als unseren.” Dies sei Anlass für mehr Selbstvertrauen und Stolz, denn man könne mit großem Selbstbewußtsein auf die Einsatzleistungen zurückblicken. Gleichzeitig appellierte er an die Vorbildfunktion der Sanitätsoffiziere, sich auch persönlich der Pflicht zum Auslandseinsatz zu stellen.
Auch der Amtschef des Sanitätsamtes der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Jürgen Dick, war zur Eröffnung aus München angereist.
Der Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde Kreuth, Josef Bierschneider, und der stellvertretende Landrat des Landkreises Miesbach, Georg von Preysing, drückten in ihren Begrüßungsreden die besondere Verbundenheit der Region zur Bundeswehr aus und verliehen der Hoffnung Ausdruck, dass das „Tegernseeforum” in Zukunft zu einer fest etablierten, regelmäßigen Veranstaltung in Kreuth werden würde.

Einsatznotwendige Aufgaben
Nach den verschiedensten Vorträgen zog Dr. Schindelhauer ein erstes Resümee. „Es geht um die Rettung des Lebens unserer Kameraden, da können wir uns keine Schwäche erlauben”, betonte er in der Diskussion. „Ein Abstrich an der Qualität der Einsatzvorbereitung und der Einsatzversorgung ist nicht zu akzeptieren”, so der Kommandeur weiter. Folglich sei das Denken weiter auf den Einsatz zu fokussieren und der „Spagat” zwischen sanitätsdienstlicher Versorgung in der Heimat und im Ausland auszuhalten.
„Ich baue dabei auf ihre Unterstützung. Tragen sie die Botschaft weiter, dass wir im Sanitätsdienst
Lösungsmöglichkeiten haben”, forderte Schindelhauer zum Abschied die Sanitätsoffiziere auf. Er habe mit dem Tegernseeforum ein Signal setzen wollen, „dass im Sanitätsdienst etwas bewegt werden kann” und kündigte eine Wiederholung im nächsten Jahr an.





