Gelöbnisverbund in Eis und Schnee
Seeth, 04.02.2010.
In der Stapelholmer Kaserne fanden sich die Rekruten des Spezialpionierbataillons 164 aus Husum, der III. Lehrgruppe der Unteroffizierschule aus Heide und die Rekruten des Lazarettregimentes 11 zum feierlichen Gelöbnis ein. Diese drei Verbände bilden traditionell den Gelöbnisverbund Westküste. Eis und Schnee auf dem Festplatz gaben dem Gelöbnis einen zur Jahreszeit passenden Rahmen.
Neben den Standorten der teilnehmenden Verbände diente auch schon der Strand der Nordsee als würdiger Rahmen für diesen feierlichen Augenblick.

Einmarsch ohne Musik
Bei eisigen Temperaturen traten die knapp 800 Grundwehrdienstleistenden und Zeitsoldaten auf dem Appellplatz an. Pünktlich um 14 Uhr komplettierte der Ehrenzug mit den drei Truppenfahnen die Gelöbnisaufstellung.
Witterungsbedingt musste das Marinemusikkorps Ostsee seine Teilnahme absagen. Der Kommandeur des Lazarettregimentes 11, Oberfeldarzt Dr. Arne Müller, begrüßte neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Kirche und umliegenden Bundeswehrdienststellen vor allem die etwa 1.000 angereisten Eltern und Verwandten der angetretenen Rekruten.
Ehrung der Mutter mit weitester Anreise
Viele von ihnen haben mitunter beträchtliche Entfernungen in Kauf genommen und erwiesen damit ihren angehörigen Soldaten den gebührenden Respekt vor deren Entscheidung, den Grundwehrdienst beziehungsweise den freiwilligen Dienst bei der Bundeswehr zu leisten.
Traditionell erfolgte die Ehrung der Mutter eines Rekruten mit der weitesten Anreise. 1.100 Kilometer reiste in diesem Fall eine Mutter aus der Schweiz an und wurde mit einem kleinen Geschenk geehrt.

Kameradschaft und Freundschaft
Den angetretenen Rekruten zollte Oberfeldarzt Dr. Müller seinen Respekt. „Auch wenn für Sie derzeit die Strapazen im Vordergrund stehen, sollten Sie bedenken, dass Sie etwas Besonderes machen“, sprach der Kommandeur des Lazarettregimentes die Grundwehrdienstleistenden und Zeitsoldaten der angetretenen Verbände an und erinnerte die Soldaten daran, das viele der noch kommenden Aufgaben nur zu meistern sind, „wenn jeder für den anderen ein guter Kamerad und Freund ist.“
Nach Ende des Gelöbnisses traten viele Soldaten und Gäste ihre Heimreise an. Es war kalt, es war schön. Einmal mehr war das Gelöbnis in Seeth eine Reise wert.
