Bis spät in die Nacht
Konstanz, 06.06.2008.

"Der nächste Container zu mir", ruft Hauptfeldwebel Michael Steinle zu den versammelten Soldaten. Der Führer des 120 Tonnen-Krans ist etwas ungehalten über die kurze Verzögerung beim Abladen der zehn Sattelschlepper. Wenig später brummt der Motor des sieben einhalb Tonners. Langsam rollt er über den Rasen. Mit Handzeichen dirigiert Steinle den Lkw an die richtige Position.

Schnell
Beim Abladen der Container ist Teamarbeit gefragt. Acht von neun Containern haben Steinle und sein Partner Stabsunteroffizier Ralph Woidich bereits von den Sattelschleppern abgeladen. Seit 19.20 Uhr arbeiten sie unbeirrt. Ihr Ziel, so schnell wie möglich den Platz zu räumen, damit die Zelte aufgebaut werden.
Mittlerweile ist es kurz nach 21.00 Uhr. Das Tageslicht wird schummriger.
Kraftvoll
Schnell erklimmt einer der Soldaten den Container. Über ihm kreisen die kräftigen Stahlketten des Krans. "Für bis zu 33 Tonnen ist das vierteilige Hebegeschirr zugelassen", erklärt Steinle."Der Container hat allenfalls neun Tonnen", ergänzt er. Geschickt befestigt der Soldat die vier Ketten am Container.
Jetzt sind die Kranführer Steinle und Woidich wieder gefragt. Langsam zieht der Kran die Ketten nach oben, bis der Container in der Luft schwebt. Woidich weist mit Gesten und Worten dem Kranführer den Stellplatz für den Container zu.

Hand in Hand
Alle Container sind abgeladen. Wenig später rollen die zehn Lkw wieder vom Klinikgelände in Konstanz zurück in den Heimatstandort nach Dornstadt. Bereits Morgen werden Sie mit den nächsten Containern auf dem Hof stehen.
Bis dahin unterstützen die beiden Kranführer ihre Kameraden beim Aufbau der Großraumzelte. „Mein großes Ziel ist es bis heute 24.00 Uhr sechs Zelte stehen zu haben", sagt Oberstabsarzt Reiner Schallert, der bei dieser Hilfsaktion die Fäden fest in seiner Hand hält.

