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Wiege der Bundeswehr – eine militärgeschichtliche Sammlung

Koblenz, 20.01.2016.
Auf dem Gelände der Krahnenberg-Kaserne in Andernach wird der historische Moment der Indienststellung der heutigen Bundeswehr in einer einmaligen wehrgeschichtlichen Sammlung wieder lebendig.

Stubeneinrichtung 1956

Originalgetreu wurde eine Stube eingerichtet (Quelle: Bundeswehr / Hilgers)Größere Abbildung anzeigen

Als „Wiege der Bundeswehr“ errichtete das Institut für Wehrmedizinalstatistik und Berichtswesen der Bundeswehr in einer ehemaligen Unterkunftsbaracke eine Ausstellung, die sich auch kritisch mit der Entstehung der Bundeswehr auseinandersetzt. Multimedial nehmen 37 Zeitzeugen Besucher in mehreren Räumen mit in die Zeit der frühen fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Mit bewegenden Geschichten berichten sie über ihre Motivation, ab dem 2. Januar 1956 Soldat in einer noch namenlosen Armee des jungen Staates Bundesrepublik Deutschland zu werden.

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Darstellung eines Ausstellungsraumes mit Zeitzeugen im Video

Dieter Ulrich Schmidt ist tief bewegt von den Gesprächen mit Zeitzeugen wie Oberst a.D. Cord von Roenne. (Quelle: Bundeswehr / Hilgers)Größere Abbildung anzeigen

Bewegende Geschichten

Offen erzählen die Zeitzeugen über die ersten Stunden im damaligen Truppenlager Andernach und ihr Ansehen bei der Ortsbevölkerung. „Ich habe Menschen erlebt, die mir unheimlich nahe gegangen sind, die so tief überzeugt von diesem Soldatenberuf waren und heute noch sind“, berichtet Oberstleutnant a.D. Dieter Ulrich Schmidt, der mit den Zeitzeugen die Filme drehte. In den Beiträgen erinnern sich die ersten Rekruten auch an den 20. Januar 1956, als der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer der ganzen Welt „seine Truppe“ zeigte; zeigte, dass diese junge Bundesrepublik Deutschland in kürzester Zeit Streitkräfte für die Allianz, die NATO, bereit hält“.

Natürlich präsentiert die Ausstellung auch eine Stube mit einem eingerichteten Spind: „Hier sieht man auch, dass es damals kein richtiges Koppel gab, nur ein ganz unbeliebtes Lochkoppel“, weiß Schmidt, der das Konzept und den Aufbau dieser Ausstellung von Beginn an begleitet.

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Porträt Oberstleutnant a.D. Dieter Ulrich Schmidt

Dieter Ulrich Schmidt begleitete von Beginn an das Konzept und den Aufbau der wehrgeschichtlichen Sammlung (Quelle: Bundeswehr / Hilgers)Größere Abbildung anzeigen

Wandel der Zeit

Weitere Räume, in der seit 2011 denkmalgeschützten Baracke, beleuchten Ausbildung und Leben in Andernach. Die Bedeutung der Verwaltung, die mit dem Grundgesetz durch die Artikel 87 a und 87 b die Trennung von der Truppe erfuhr, wird, wie auch die Militärseelsorge thematisiert. Den Weg zur heutigen Bundeswehr zeigen Karten, die unter anderem die weltweiten Einsätze skizzieren und damit die Besucher schließlich wieder in die Gegenwart zurückführen.

Das Ausstellungsgebäude wurde 1937 als Teil des ehemaligen Truppenlagers Andernach, einer sanitätsdienstlichen Luftwaffeneinrichtung, gebaut. 2011 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. 2010 begann die Renovierung. Am 20. Januar 2016, 60 Jahre nach der Indienststellung der Bundeswehr, wurde die Ausstellung offiziell eröffnet.

Die militärgeschichtliche Sammlung kann nach Anmeldung beim Förderverein „Wiege der Bundeswehr Andernach e.V.“ besucht werden.

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Stand vom: 15.01.16 | Autor: Hans-Jürgen Hilgers


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