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Crowd and Riot Control / Verhalten bei Angriff

"Keine KFOR - Keine Bundeswehr!!!" Schreie kommen aus einer Menschenmenge. Einheimische sind aufgebracht und demonstrieren gegen deutschen Kontingentsoldaten. Den Demonstranten stehen Feldjägerkräfte mit Schutzanzügen, Schlagstock, Schild und Helm gegenüber. Die Menge nimmt Steine auf und wirft sie auf die Soldaten. Erste Steine prasseln auf die Militärpolizisten nieder. Ein Feldjäger wird am Kopf verletzt. Das Szenario spielt in der Station: "Crowd and Riot Control" – kurz CRC genannt.

Verhalten bei Angriff von Demonstranten

Verhalten bei Angriff von Demonstranten (Quelle: PIZ Sanitätsdienst)Größere Abbildung anzeigen

Es sind zwar keine Steine, die da fliegen - doch für die Sanitäter an dieser Station bedeutet der übungsverletzte Feldjäger ein konkreter Einsatz. Sie sind schnell bei ihm und leiten erste Hilfe Maßnahmen ein. Sie bringen den Soldaten sofort aus dem Gefahrenbereich, um ihn weiter behandeln zu können.

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Unterstützungskraft

"Der Sanitätstrupp befindet sich als Unterstützungskraft im rückwärtigen Bereich beim CRC-Einsatz und ist als Modul in den Einsatz eingebunden", erklärt Leutnant Thorsten Rumplasch. Der Leutnant ist Feldjäger im Dienstkommando Roding und unterstützt mit seinem Personal die Ausbildung im ZEUS. "Bei eigenen Ausfällen kommt der Sanitätstrupp zum Einsatz", sagt Rumplasch zum Auftrag der Sanitäter beim der Crowd and Riot Control Szenario. Aber auch verletzte Festgenommene kann der Trupp behandeln.

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Rettung eines Verletzten aus der CRC Kette ( Crowd and Roit Control / Überwachung von Menschenmengen und Krawallen)

Rettung eines Verletzten aus der CRC Kette ( Crowd and Roit Control / Überwachung von Menschenmengen und Krawallen) (Quelle: Jan Pissarek, PIZ Sanitätsdienst)Größere Abbildung anzeigen

Verletzungsmuster

Deshalb üben die Lehrgangsteilnehmer verschiedene Situationen und unterschiedliche Verletzungsmuster an der Station. Dabei sollten die Sanitäter "von einer einfachen Prellung über Brandverletzungen bis zu Schussverletzungen" vorbereitet sein, sagt der Leutnant der Feldjäger. Zusätzlich erhalten die Sanitäter eine Einweisung in die Ausrüstung und den Schutzanzug der Feldjäger. Mit den Kenntnissen kann das medizinische Personal im Einsatz schneller und besser an Verletzungen herankommen und diese behandeln. Schließlich müssen die Sanitäter wissen, wie der Schutzhelm der Feldjäger vom Kopf gelöst werden kann.

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Verlegung eines Patienten aus dem Rettungszentrums in den Schutzbunker

Verlegung eines Patienten aus dem Rettungszentrums in den Schutzbunker (Quelle: Jan Pissarek, PIZ Sanitätsdienst)Größere Abbildung anzeigen

Alarm

Das Szenario "Verhalten während und nach einem Alarm" dient der Selbstschutzausbildung des Kontingentteilnehmers. An dieser Station lernt das medizinische Personal das richtige Evakuieren eines Einsatzlazaretts. Startpunkt für die Ausbildung: das medizinische Einsatzpersonal – das sind die Lehrgangsteilnehmer - verrichtet seinen Dienst auf dem Posten in verschiedenen Sanitätscontainern. Es kommt zum simulierten Raketenbeschuss. Die Sirene heult auf. Für die Soldaten gilt es nun, schnellstmöglich ihren eigenen Schutz zu erhöhen und sich in einen Bunker zu begeben. Die Lehrgangsteilnehmer legen ihre Westen an und setzen ihre Helme auf. Die Sanitäter nehmen die transportfähigen Patienten – ebenfalls ausgestattet mit der persönlichen Schutzausstattung – mit in einen Bunker. Überwachungspflichtige Patienten verbleiben dagegen im Lazarett. Diese bleiben aber nicht alleine zurück. Der eingeteilte Mediziner verbleibt vor Ort. Beide tragen – soweit das für den Patienten möglich ist - ebenfalls die Schutzausstattung.

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Soldaten suchen den optimalen Platz für die Krankentrage im Schutzbunker

Soldaten suchen den optimalen Platz für die Krankentrage im Schutzbunker (Quelle: Jan Pissarek, PIZ Sanitätsdienst)Größere Abbildung anzeigen

Im Schutzraum

Dem Einsatzverband wird Stressbelastung bei Beschuss vor Augen geführt. Im Schutzraum ist es dunkel, eng und nach kurzer Zeit spielt ein Darsteller der Ausbildung verrückt. Er hat Platzangst. Doch die Kontingentteilnehmer reagieren gelassen und lenken ihn mit Kartenspielen ab. Nach dem Alarm geht es für die Sanitäter zurück auf ihre Dienstposten. Doch nicht sofort. Ein Zwei-Mann-Trupp erkundet erst das Lazarett, ob nicht verdächtige Gegenstände abgelegt oder Veränderungen während des Bunkeraufenthalts vorgenommen wurden.

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: 


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