Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Auftrag des Sanitätsdienstes > Einsatzausbildung > A-Szenario: Broken Arrow

A-Szenario: Broken Arrow

Suffield, 29.07.2009.
Das Institut für Radiobiologie der Bundeswehr befasst sich wissenschaftlich mit dem medizinischen Schutz vor radioaktiven Stoffen und ionisierender Strahlung. Innerhalb der Task Force sind sie die Experten für alle A-Szenarien, wie zum Beispiel Terroranschläge oder Unfälle. Bei der NATO-Übung Precise Response stürzt ein Militärflugzeug ab und radioaktives Material tritt aus.

Soldaten in Schutzanzügen an einer Flugzeugattrappe

Das Broken-Arrow Szenario (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Seeliger)Größere Abbildung anzeigen

Gefahren durch radioaktive Stoffe sind seit Ende des Kalten Krieges keineswegs geringer geworden. Es ist bekannt, dass Terroristen immer wieder versuchen, an solche Stoffe zu gelangen. Insbesondere so genannte „schmutzige Bomben“ ließen sich mit relativ wenig Aufwand bauen. Aber auch Unfälle mit radioaktiven Stoffen, so wie es bei der Übung Broken Arrow durchgespielt wurde, sind möglich.

nach oben

Soldaten in Schutzanzügen tragen Puppe

Amerikaner bringen Verletzten (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Seeliger)Größere Abbildung anzeigen

Bergen des Verwundeten

Der Einsatz im Szenario erfolgt multinational. Da es einen Verletzten gibt, der offensichtlich radioaktiv kontaminiert ist, kommen die deutschen Experten für den medizinischen A-Schutz zum Einsatz.

Amerikanische ABC-Abwehrkräfte haben den Verwundeten aus dem Gefahrenbereich geborgen und bringen ihn zur Task Force. Der Verwundete wird medizinsch erstversorgt und als erste behelfsmäßige Dekontamination entkleidet.

nach oben

Eine Puppe wird untersucht

Untersuchung und Protokollierung (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Seeliger)Größere Abbildung anzeigen

Untersuchung auf Strahlung

Die Experten der Task-Force, unter Ihnen ein Arzt und gleichzeitig Nuklearchemiker, untersuchen die Person auf strahlende Substanzen mittels spezifischer Messgeräte (u.a. Gamma-Spektroskopie).

Identifizierte Strahlenquellen werden - wenn möglich - sofort entfernt und in einem Protokoll genau vermerkt. Dieses wird dem weiter behandelnden Arzt übergeben, um ihn für weitere spezifische Maßnahmen und eventuelle Strahlengefahr zu beraten.

nach oben

Soldat mit Strahlenprüfgerät untersucht Kameraden

Beim Dekontaminieren (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Seeliger)Größere Abbildung anzeigen

Dekontamination

Als letzter Abschnitt erfolgt die Dekontamination, ebenfalls durch Kräfte der Task Force. Es sind die Soldaten der Abteilung IX des Sanitätsamtes der Bundeswehr. Dabei werden alle Personen innerhalb des Gefahrenbereiches auf Strahlung untersucht und deren Schutzbekleidung, die vor radioaktivem Staub und Verschmutzungen schützt, entfernt.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 02.12.13 | Autor: 


http://www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de/portal/poc/sanitaetsdienst?uri=ci%3Abw.zsan.ueberuns.auftrag.einsausb&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB080000000001%7C7UEF88665INFO