Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Regimenter > 2011-06 Verlegung LazRgt 41

Vom Neckar an die Donau - Verlegung des Lazarettregiments 41 abgeschlossen

Nachdem in den vergangenen Wochen die Liegenschaft der Horber Hohenberg-Kaserne an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) abgesteuert wurde und auch ein bis vor kurzem in Horb verbliebenes Restkommando die alte Garnisonsstadt verlassen hatte, befindet sich das Lazarettregiment 41 nunmehr komplett an neuer Wirkungsstätte in der Hindenburg-Kaserne in Ulm.

Die Verlegung des Regimentes von Horb am Neckar nach Ulm wurde bereits im Zuge der Stationierungsentscheidung vom November 2004 festgelegt. Anfang 2010 wurden schließlich die entsprechenden Organisationsbefehle gefertigt, die dem Regiment das Zeitfenster vom Oktober 2010 bis Juni 2011 für die Verlegung vorgaben. Sodann lag es in den Händen der Regimentsführung und des nachgeordneten Stabes, die Verlegung zu planen und durchzuführen. Hierbei kam dem Regiment zu Gute, dass bereits zwei Kompanien in Dornstadt bei Ulm lagen und diese gemäß der Feinausplanung zum Stationierungskonzept auch weiterhin dort verbleiben sollten. So mussten „nur” drei Kompanien und der Stab verlegt werden.

nach oben

Verladung des Materials

Verladung des Materials (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Kreitlein/Peter Kreitlein)Größere Abbildung anzeigen

Personal und Material

Die Herzensangelegenheit der Regimentsführung war es, das Personal der in Horb befindlichen Einheiten des Regiments an den neuen Standort überzuführen und dabei berechtigte persönliche Hinderungsgründe Einzelner entsprechend berücksichtigen zu lassen und es sozialverträglich unterzubringen. Hierbei traten die Schwierigkeiten einer heimatnahen Verwendung des oft seit zehn und mehr Jahren in Horb stationierten betroffenen Personals in Ermangelung adäquater aufnehmender Dienststellen im näheren Umkreis offen zu Tage, konnten jedoch im engen Zusammenwirken mit den Personalbearbeitenden Stellen zur Zufriedenheit aller gelöst werden. Ebenso wurden die wenigen noch im Regiment verbliebenen zivilen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch das zuständige Bundeswehrdienstleistungszentrum in Bruchsal ausnahmslos sozialverträglich und einvernehmlich im weiteren Umkreis um Horb weiter verwendet. Ein eigens für die Verlegung erstellter knapp 600-seitiger Sozialplan sollte den Soldaten die Eingewöhnung am neuen Standort erleichtern. Darüber hinaus wurden bereits vor der eigentlichen Verlegung die neue Liegenschaft und auch der Standort ausgiebig in Augenschein genommen. Die enge Verbindung zum Kasernenfeldwebel der Hindenburg-Kaserne erleichterte hier so manches. Weiterhin galt es, sich Gedanken über die Verlegung des umfangreichen Materials des Regimentes zu machen, welche jedoch relativ problemlos zu planen und durchzuführen war.

nach oben

Ungeahnte Herausforderungen

Durch die Regimentsführung wurde festgelegt, dass die in Horb befindlichen Einheiten in drei Wellen verlegen sollten. Über Weihnachten 2010 und Neujahr 2011 verlegten zunächst der Stab und die Versorgungs- und Unterstützungskompanie nach Ulm und waren ab 10. Januar 2011 wieder voll arbeitsfähig. Die fünfte Kompanie sollte am 7. Februar nach Ulm folgen, jedoch wurden ad hoc die Dienstposten dieser Grundausbildungskompanie gesperrt, so dass hier kurzfristig das Personal versetzt werden musste. In Zusammenarbeit mit den Personalbearbeitenden Stellen wurde jedoch auch diese Klippe bravourös umschifft, das betroffene Personal konnte abermals sozialverträglich und zur Zufriedenheit aller versetzt werden, wobei der größte Teil im Regiment verbleiben konnte. Weiterhin galt es gleichzeitig mit der Verlegung von Horb nach Ulm das gesamte IT-Gerät an die BWI abzusteuern und den BWI - Rollout am neuen Standort durchzuführen. Das Überführen der Server unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes war eine Herausforderung, welche die S6-Abteilung des Regimentes jedoch mit Bravour meisterte. Weitere kleinere, unvorhergesehene und nicht planbare Unwägbarkeiten wurden in Gänze bewältigt, so dass die Verlegung insgesamt reibungslos von statten ging.

nach oben

Neue Wirkungsstätte

Neue Wirkungsstätte (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Kreitlein/Peter Kreitlein)Größere Abbildung anzeigen

Routine kehrt ein

Nachdem die 2. Kompanie des Regimentes Anfang März 2011 nach Ulm verlegt hatte, verblieben nur noch ein kleines Restkommando sowie der ehemalige Leiter des Standortservice’ Horb, Regierungsamtmann Eckehardt Schultze, am alten Standort um die Übergabe der Liegenschaft an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vorzubereiten und durchzuführen. Mitte Juni war dann das Ende des Standortes Horb am Neckar endgültig besiegelt. Das Lazarettregiment 41 ist nunmehr in Ulm angekommen und stellt sich den Eigentümlichkeiten und Herausforderungen des neuen Standortes.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 02.12.13 | Autor: Peter Kreitlein


http://www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de/portal/poc/sanitaetsdienst?uri=ci%3Abw.zsan.ueberuns.regiment&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB080000000001%7C8JYFPZ102DIBR