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Emotionen pur – Rafting

München, 27.06.2007.
Die Bundeswehr mit ihren über 250 000 Soldaten ist ein Reservoir an Talenten und außergewöhnlichen Personen. Es gibt beispielsweise "Ironmänner- frauen" und Soldaten die sich mit Alpinski in das "Guinnessbuch der Rekorde" gefahren haben.

Stefanie Neubauer

Stefanie Neubauer (Quelle: Bundeswehr / PIZ Sanitätsdienst)Größere Abbildung anzeigen

Feldwebel Stefanie Neubauer kann durchaus das Attribut "außergewöhnlich" zugestanden werden. Die Chemisch-Technische Assistentin wird vom 27. Juni bis 2. Juli 2007 an der Rafting-Weltmeisterschaft in Südkorea teilnehmen. Das Außergewöhnliche an der Sache ist nicht nur der Sport. Auch die Tatsache, dass sie Rafting erst seit drei Jahren professionell betreibt und mit ihren fünf Mädels bereits international ganz vorne mitmischt.

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Serienmeister

Die "Raftinggirls" aus Augsburg sind in Deutschland unangefochten die Nummer 1. International können sie einen 9. Platz bei den Weltmeisterschaften in Ecuador und zwei dritte Plätze beim Europacup für sich verbuchen.

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Unterstützung

"Frisch" dabei ist sie auch bei der Bundeswehr. Im Oktober letzten Jahres trat die 30-Jährige ihre Grundausbildung an. Neubauer versieht ihren Dienst im Zentralen Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in München. Von ihrem zeitintensiven Hobby erzählte Neubauer anfangs keinem etwas. "Privatsache", so der Sanitätsfeldwebel. Doch ein Lehrgang drohte den großen Traum, an den Rafting-Weltmeisterschaften teilzunehmen, platzen zu lassen. "Überrascht war ich von der Unterstützung meines Dienststellenleiters und meiner Kameraden", erklärt sie. Der Lehrgang wurde verschoben – was bleibt ist die Aufregung vor dem Großereignis.

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Ein starkes Team

Ein starkes Team (Quelle: Bundeswehr / PIZ Sanitätsdienst)Größere Abbildung anzeigen

Zufall

"Bei den deutschen Rafting-Meisterschaften vor drei Jahren ist kurzfristig eine Paddlerin abgesprungen. Da bin ich einfach mal kalt eingestiegen", erklärt die 30-jährige. Zu dem Zeitpunkt hatte Neubauer Erfahrungen als Raftingguide gesammelt. Die Ansprüche im Leistungssportbereich sind nun einmal andere. "Für mich war das anfänglich natürlich schwierig, weil im Boot alles erfahrene Paddlerinnen saßen." Vier Wochen später startete Sie mit ihrem Team in Augsburg und schlug sich durchaus achtbar.

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"Blut geleckt"

Mit dem Wechsel zum amtierenden deutschen Meister nach Augsburg verbesserten sich auch ihre Trainingsbedingungen. Augsburg verfügt über eine künstliche Wildwasserstrecke. Trainiert wird bei jedem Wetter. "Nass wird man eh". Selbst im Winter steigen die sechs eingeschworenen Mädchen ins Boot. Nur lange Phasen ohne Regen sind für die Rafter "tödlich". "Da sitzen wir sprichwörtlich auf dem Trockenen."

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Perfekte Verbindung zwischen Natur und Sport

Perfekte Verbindung zwischen Natur und Sport (Quelle: Bundeswehr / PIZ Sanitätsdienst)Größere Abbildung anzeigen

Perfekte Verbindung

Rafting ist für die 30-jährige die perfekte Verbindung aus Natur und Sport. Neubauer gerät ins Schwärmen als Sie über die Gefühle und Vorzüge des Sportes spricht. Das Zusammenspiel mit den anderen Teammitgliedern, Strömungslehre, Rettungstechniken und der Umgang mit dem Boot macht den Sport vielseitig und komplex.

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Der Kick

"Du kannst nicht einfach in das Boot steigen und losfahren", erklärt sie mit einem begeisterten Gesichtsausdruck. Bevor das Boot zu Wasser gelassen wird, steht eine Streckenbesichtigung an. Wie viel Wasser führt der Fluss und welche Gefahrenstellen gibt es? "Ich höre das Wasser rauschen und mein Puls steigt an", schildert sie. Mit jedem kräftigen Regen ändert der Fluss sein Antlitz. Neubauer nennt es - den Fluss lesen.

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Voller Einsatz des Teams gefordert

Voller Einsatz des Teams gefordert (Quelle: Bundeswehr / PIZ Sanitätsdienst)Größere Abbildung anzeigen

Emotionen

Bereits hier fährt sie gedanklich die Strecke ab. "Das muss man sich Vorstellen wie beim Alpin-Skifahren". Auf den reißenden Gebirgsflüssen kann jeder Fahrfehler über das Kentern eines Bootes entscheiden - lebensgefährlich weiß Neubauer. Nicht nur das Wasser ist wild. Die Mädels schreien sich die Kommandos zu. "Das nimmt aber keiner persönlich", weiß Neugebauer.

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Nachteile

Wie bei allen zeitintensiven Hobbys leidet das Privatleben unter den Trainingszeiten und Wettkämpfen. "Freunde und Familie sehe ich sehr selten. Aber ich rafte so gerne, dass ich die Nachteile in Kauf nehme." Rafting ist eine Randsportart. Da Sponsoren fehlen, müssen die Mädchen bis auf Ausrüstung und Startgelder alles selber finanzieren. So auch die Reise zu den Weltmeisterschaften nach Südkorea. Über die Ausgaben für ihr Hobby möchte die 30-Jährige nicht nachdenken. "So etwas verdränge ich lieber".

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Das Team in Aktion

Das Team in Aktion (Quelle: Bundeswehr / PIZ Sanitätsdienst)Größere Abbildung anzeigen

Ehrgeizige Ziele

"In der Slalomdisziplin möchten wir schon was reißen" und meint damit eine Platzierung unter den ersten Drei. In der Gesamtwertung wollen die "Augsburger Raftinggirls" unter die ersten Zehn. "Unsere größten Konkurrenten sind Vollprofis mit guter finanzieller Unterstützung", sagt Neubauer etwas neidisch.

Trotz aller Strapazen – Feldwebel Neubauer fühlt sich bereit für das Abenteuer Südkorea.

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: 


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