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Ein Spezialist der Bundeswehr für die Bundeswehr

Koblenz, 03.12.2008.
Gespannte Blicke, neugieriges Warten. Der Übungsbereich ist vorbereitet, die Teilnehmer der Ausbildung warten. Sie warten darauf, dass Hauptfeldwebel Karl-Heinz Jakobs mit dem Refresher-Kurs "Helfer im Sanitätsdienst" beginnt.

Hauptfeldwebel Jakobs, Vater zweier Kinder, greift auf eine langjährige Berufserfahrung zurück. 17 Jahre war er im RTH-Dienst, hatte über 4.500 Einsätze.

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Telefonieren Sie

Zunächst werden rechtliche Grundlagen zum Thema Erste Hilfe bzw. Sofortmaßnahmen erläutert. Jeder kann Ersthelfer sein. Selbst wenn die Sofortmaßnahmen dem Verunfallten schaden sollten, kann der Ersthelfer dafür nicht rechtlich belangt werden.

Jeder ist zur Hilfeleistung verpflichtet, sofern dadurch keine Gefahr für Leib und Leben entsteht. Daher lautet die erste Regel bei einem Unglücksfall: Absichern! Zudem muss Hilfe angefordert werden. "Rufen Sie an. Telefonieren Sie", fordert Jakobs immer wieder.

Unterschiedliche Verletzungen und Wundarten werden dargestellt. Die Behandlung einer Schussverletzung wird exemplarisch geübt. Zur sofortigen Versorgung solcher Wunden sind die Verbandpäckchen, die jeder Soldat in der linken Beintasche seiner in flecktarn gehaltenen Hose tragen muss, besonders geeignet.

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Hauptfeldwebel Jakobs führt Druckpunktmassage vor

Hauptfeldwebel Jakobs führt Druckpunktmassage vor (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Knoll)Größere Abbildung anzeigen

Auf alle Fälle helfen

Jakobs weist daraufhin, dass es bei der Versorgung verletzter Personen nicht darauf ankommt, alles streng nach den Vorschriften zu handhaben. Wichtiger ist, etwas zu tun. und das Opfer psychologisch zu betreuen, mit dem Opfer reden, damit es weiß, dass sich jemand um ihn kümmert

Sollte eine Herzlungenwiederbelebung (HLW) erforderlich sein, kommt es auf Schnelligkeit an. Bei einer Person mit Herzstillstand sinkt mit jeder Minute die Überlebenschance um 10%. Die HLW wird an bereit liegenden Puppen ausgiebig trainiert. Eine schweißtreibende Aufgabe, die fleißig trainiert werden soll.

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MEDEVAC

Hauptfeldwebel Jakobs seit Oktober 2007 in der Verwundetenleitstelle im Sanitätsführungskommando eingesetzt. Von dort aus werden MEDEVAC-Einsätze koordiniert.

Die MEDEVAC-Einsätze der Bundeswehr bringen nicht nur verletzte Soldaten aus den Einsatzländern nach Deutschland, sondern auch verletzte Zivilisten. Solche Einsätze gab es auch nach der Tsunami-Katastrophe in Asien zum Jahreswechsel 2004.

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: 


http://www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de/portal/poc/sanitaetsdienst?uri=ci%3Abw.zsan.karriere.ausbildung&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB080000000001%7C7M69TQ297INFO