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Das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr

Das InstPharmToxBw ist das wissenschaftliche Kompetenzzentrum der Bundeswehr in allen Fragen des medizinischen Schutzes vor chemischen Kampfstoffen und vergleichbaren Giften (Med C-Schutz). Durch Beratung militärischer und politischer Entscheidungsträger stellt es die unmittelbare Urteils- und Handlungsfähigkeit in diesem Fachgebiet sicher. Zu diesem Zweck verfügt das Institut über eine in mobile und stationäre Komponenten gegliederte Task Force (TF) Med C-Schutz. Anfragen zu möglichen Vergiftungsfällen und der Giftigkeit von Chemikalien werden durch die stationäre Beratungskomponente der TF (Erreichbarkeit 24/7) beantwortet. Die mobile und global einsetzbare Komponente der TF berät vor Ort, nimmt biologische Proben und bereitet den Transport zu den Laboratorien des InstPharmToxBw in München vor. Dort erfolgt durch die stationäre Komponente der TF die abschließende Analytik zum Nachweis einer Exposition (Verifikationsanalytik). Für diese Aufgabe sind ortsfeste Speziallaboratorien und zuverlässige analytische Verfahren zwingend erforderlich, da der positive Nachweis eines Kampfstoffes politische und völkerrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Die Fachkompetenz im Med C-Schutz gründet sich auf die eigene experimentelle medizinisch-toxikologische Forschung am Institut. Ärzte, Apotheker, Chemiker und Biologen forschen zusammen mit ihren technischen Assistenten (MTA, CTA, PTA) an neuen Nachweisverfahren, Medikamenten und Therapieformen. Einige der Forschungsergebnisse gehören heute zum Standard der Therapie von Vergiftungen im militärischen und zivilen Bereich. Wesentliche forensisch-diagnostische und laboratoriumsklinische Verfahren zum Nachweis von Giften und Antidoten wurden durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkks) nach den internationalen Normen DIN/EN/ISO 17025 und DIN/EN/ISO 15189 akkreditiert. Auf diesen Methoden basierend konnte die Zusammenarbeit mit der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OVCW), die im Jahr 2013 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, durch regelmäßige Teilnahme an Ringversuchen erfolgreich fortgeführt werden. Wissenschaftlich ist InstPharmToxBw national und international stark vernetzt. Zur Stärkung der Forschungsmöglichkeiten besteht daher beispielsweise mit dem Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Ludwig-Maximilians-Universität München ein formaler Kooperationsvertrag (Toxikologie Initiative München, ToxIn Munich). Auf diese Weise rücken universitäre Grundlagenforschung und angewandte wehrmedizinische Forschung näher zusammen. Darüber hinaus unterhält InstPharmToxBw intensive Zusammenarbeiten mit Schwesterinstituten der NATO-Partner (US, CA, NL, UK, FR) sowie mit Schweden (als Partnership for Peace Nation), Universitäten beispielsweise in Edinburgh (UK) und Rouen (FR), der Defence Science Organization (SN) sowie dem Weizmann Institut (IS). So kann das InstPharmToxBw den Med C-Schutz wissenschaftlich auf universitärem Niveau in Forschung, Lehre und Begutachtung vertreten. Es ermöglicht somit auch die Durchführung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten zum Bachelor, Master, Diplom und zur Promotion. Technischen Kräften stehen zahlreiche, tätigkeitsspezifische und allgemeinfachliche Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum Fach-MTA (Diplom) offen.

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Stand vom: 24.06.14


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