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Sie sind hier: Startseite > Über uns > Auftrag des Sanitätsdienstes > Einsatz > 2009-09-16 Role 1 bis Role 2

Role One bis Role Two

Seeth, 16.09.2009.
Erstmalig seit Aufstellung des Sanitätskommandos I übten Einheiten der regionalen Sanitätseinrichtungen mit dem Lazarettregiment 11 (LazRgt 11) die Rettungskette vom Ort der Verletzung bis in die Ebene Role 2. Für die sanitätsdienstliche Versorgung einer NRF-Brigade waren eine Sanitätseinsatzstaffel mit vier Rettungsstationen auf dem Übungsplatz in Seeth aufgebaut worden. Zusätzlich betrieb das Regiment ein Rettungszentrum der Ebene Role 2. Der Übung vorgeschaltet war eine Ausbildungswoche zum Thema Rettungsstation / Versorgungspalette mit sechs Stationen, an denen Personal aus den Sanitätskommandos I und II sowie aus der Luftlandebrigade 22 teilnahm.

Sanitätstrupp im Einsatz

Erstversorgung durch den Sanitätstrupp vor Ort (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Conrad/Jörg Joachim Conrad)Größere Abbildung anzeigen

Die einzelnen Glieder der Rettungskette, also die Maßnahmen der Sicherung und der Ersten Hilfe an der Unfallstelle, beherrschen alle Soldaten grundsätzlich sicher. Der Transport in die Rettungsstation und die dortige Behandlung der Leichtverletzten oder die Stabilisierung der Schwerverwundeten sind ebenfalls unproblematisch.

Eine Herausforderung stellt jedoch der reibungslose Informationsfluss zwischen den verschiedenen Gliedern dieser Kette – wozu nicht zuletzt die Einheiten der Patienten gehören – über die Verwundetenleitstelle dar. Nur so kann die schnelle und erfolgreiche Versorgung des Patienten garantiert werden. Ein wichtiges Ziel dieser Übung war die Verbesserung der Information und Abstimmung aller eingesetzten Kräfte. Die wesentliche Erkenntnis: es klappt!

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Transport mit dem Yak zum rettungszentrum

Nach der Übergabe an den Notarzt folgt hier der Transport im neuen YAK (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Conrad/Jörg Joachim Conrad)Größere Abbildung anzeigen

Role 2

Die Übergabe eines schwer verletzten Soldaten vom Arzt der Rettungsstation an den BAT zur weiteren Behandlung im Rettungszentrum verläuft durch konsequente Nutzung der Verwundetenkarte – auf der alle wichtigen Informationen zur Verletzung zu finden sind - reibungslos.

Im neuen, gepanzerten Einsatzfahrzeug YAK verlegte der BAT zum Rettungszentrum. Dort wurde der Verletzte entladen und zur Sichtung durch den Leiter der Notaufnahme, einem Facharzt, vorbereitet, während dieser sich durch den Notarzt des BAT in die Lage und die eingeleiteten Maßnahmen einweisen ließ. Weniger als fünf Minuten nach Ankunft im Rettungszentrum ist die Diagnose klar, der Soldat wird für die Operation vorbereitet und kurz darauf operiert.

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Ankunft des Verletzten im Rettungszentrum

Ohne Reservisten kann das Rettungszentrum kaum betrieben werden (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Conrad/Jörg Joachim Conrad)Größere Abbildung anzeigen

Reservisten

Das Rettungszentrum entspricht in seinen Leistungsmöglichkeiten dem Standard eines deutschen Kreiskrankenhauses und ist auch in den Auslandseinsätzen verfügbar. Wegen des personellen Bedarfs an Fachärzten lässt sich ein Rettungszentrum, auch in der Übung, nur mit personeller Unterstützung durch Reservisten oder durch Abstellung aus Bundeswehrkrankenhäusern betreiben.

Hier in der Lage hat Flottenarzt der Reserve Andreas Nauenburg, im zivilen Leben Radiologe, als Leiter der Notfallaufnahme einem verletzten Soldaten das Leben gerettet. In Zukunft soll fachlich qualifiziertes medizinisches Fachpersonal – vorzugsweise in Modulen/ Teams – noch häufiger in solche Übungen eingebunden werden. So wird verstärkt zivile Expertise eingeholt und Fachwissen ausgetauscht. Gleichzeitig kann die Truppe entlastet und verstärkt werden.

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: 


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