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Die Rettungskette von Westdilland

Daaden, 24.04.2009.
Westdilland ist ein Einsatzland der Bundeswehr und liegt im Westerwald. So lautet die fiktive Übungslage für das Lazarettregiment 21. Zuerst ist alles ruhig, doch dann kommt es zum Ernstfall: Bei einem Anschlag verursacht viele Opfer. Die Rettungskette des Sanitätsdienstes läuft an.

Nach dem Anschlag herrscht Chaos

Übungsbeginn (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Seeliger)Größere Abbildung anzeigen

Neben allgemein-militärischen Ausbildungsinhalten, wie Schießen und dem Erkennen von Minengefahren, lag der Schwerpunkt der Übung für die über 400 Regimentsangehörigen im sanitätsdienstlichen Bereich. Ausgangspunkt dafür war ein so genannter MASCAL, englisch für Mass Casualty, also ein simulierter Massenanfall von Verwundeten nach einem Anschlag auf eine Patrouille, die sich auf einem Dorffest befand.

Um ein möglichst realistisches Bild zu zeichnen waren über 80 Soldaten als sogenannte Roleplayer im Einsatz. Sie spielten z.B. einheimische Dorfbewohner, aber auch Verletzte. Diese wurden mit insgesamt 15 Litern Kunstblut, vier Kilogramm Schminkmasse und diversen Verletzungsattrappen realitätsnah dargestellt.

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Schnell bergen die Soldaten die Verletzen

Bergen der Verletzen (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Seeliger)Größere Abbildung anzeigen

Hochwertige Ausstattung

Diese Verwundeten wurden dann nach der ersten Versorgung schnell mit bis zu zwölf KrKws in das nahe gelegene Rettungszentrum transportiert. Insgesamt waren auf dem Übungsplatz zwei leichte Rettungszentren aufgebaut. Jedes dieser besteht aus zwölf Containern und Zelten. Die hochwertige Ausstattung ermöglicht die Durchführung von Operationen, die auch simuliert wurden. Über ein Duzend Ärzte, die als Reservisten teilnahmen, vervollständigten die Übung.

Die Übung forderte den vollen Einsatz jedes einzelnen im Regiment, vom Gefreiten bis zum Kommandeur. Dieser zeigte sich mit seinen Soldatinnen und Soldaten sehr zufrieden: „Ich bin stolz auf die Leistungen meiner Soldatinnen und Soldaten. Auf sie kann ich mich im Einsatz jederzeit verlassen “, sagte Oberfeldarzt Stefan Dörr abschließend.

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CH-53 MedEvac fliegt die Verwundeten aus

Rettungskette (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Seeliger)Größere Abbildung anzeigen

Rettungskette

Wer mit der Bundeswehr in den Auslandseinsatz geht, muss sich auf eine exzellente medizinische Versorgung verlassen können. Die Rettungskette des Sanitätsdienstes ermöglicht im Notfall die schnelle und professionelle Hilfe. Sie beginnt mit der Selbst- und Kameradenhilfe und endet mit dem Rücktransport im MEDEVAC-Flugzeug und anschließender Behandlung in den Bundeswehrkrankenhäusern.

Doch die komplexen Handlungsabläufe zwischen den einzelnen Ebenen der Rettungskette wollen geübt sein. Um diese Handlungssicherheit für den Auslandseinsatz zu gewinnen, übte das Lazarettregiment 21 aus Rennerod eine Woche lang auf dem Truppenübungsplatz Daaden.

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: 


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