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Für die schnelle Hilfeleistung bei Großkatastrophen hält sich vorrangig die 2. Kompanie des Sanitätslehrbataillons 851 (2./SanLBtl 851) in München bereit. Diese Kompanie hat primär den Auftrag, die multinationale NATO-Einsatztruppe Allied Command Europe Mobile Force (AMF) bei Auslandsübungen und im Einsatz sanitätsdienstlich zu unterstützen. Für den Einsatz unter schwierigen äußeren Bedingungen ist sie speziell ausgestattet und ausgebildet. Aufgrund ihrer Luftverlastbarkeit ist sie für die sanitätsdienstliche Hilfeleistung nach großen Naturkatastrophen prädestiniert und verfügt über entsprechende praktische Erfahrungen unter Einsatzbedingungen.

Bei Katastrophen mit einer großflächigen Zerstörung der regionalen Infrastruktur gilt es, eine möglichst weitgehende logistische Unabhängigkeit sicherzustellen. Die Kompanie verfügte daher unter anderem über Generatoren, Feldküche und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage. Der Transport zu den Auslandseinsätzen erfolgt in der Regel mit den Transportflugzeugen C-160 Transall der Bundesluftwaffe. Um kurze Reaktionszeiten sicherzustellen, sind Muster-Ladepläne vorbereitet.

Ein Hilfeersuchen nach einer großen Katastrophe erfolgt im Allgemeinen durch das betroffene Land über die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland. Nach Eingang des Hilfeersuchens prüft das Auswärtige Amt als zuständiges Ressort die verschiedenen Möglichkeiten der Hilfeleistung und beteiligt hierbei alle Ressorts, die Kräfte und Mittel zur Verfügung stellen können, so unter anderen auch das Bundesministerium der Verteidigung. Über Art und Umfang der Hilfeleistung entscheidet die Leitung des Verteidigungsministeriums. Kommen Verbände oder Einheiten des Sanitätsdiensts zum Einsatz, wird ein Leitender Sanitätsoffizier „Katastropheneinsatz”, der LSO „K”, bestimmt. Dieser führt ein Erkundungskommando, das den Einsatz am Ort der Katastrophe vorbereitet. Zu seinen Aufgaben gehören neben der Leitung des Sanitätsdienstes im Katastrophengebiet die Beurteilung des Bedarfs sanitätsdienstlicher Unterstützung im Katastrophengebiet sowie die Aufrechterhaltung der Verbindung zur deutschen Botschaft im betroffenen Land und zur Befehlsgebenden Kommandobehörde der Bundeswehr. Da es sich 1990 um einen rein sanitätsdienstlichen Einsatz handelt, ist der Leitende Sanitätsoffizier gleichzeitig Einsatzleiter und Kontingentführer.


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Stand vom: 02.12.13


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