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Bundeswehr bringt ukrainische Verwundete nach Deutschland

Koblenz, 02.09.2014.
6. Aktualisierung: Punkt 16.08 Uhr landete die "fliegende Intensivstation" des Typs Airbus A 310 STRATAIRMEDEVAC mit 20 ukrainischen Verwundeten an Bord auf den Flughafen Berlin/Tegel. Sie gehören zur Antiterroroperation der ukrainischen Streitkräfte. Die Patienten werden auf die Bundeswehrkrankenhäuser Berlin, Hamburg, Ulm und Koblenz verteilt.

Oberstarzt Dr. Höpner stellt sich den Fragen

Oberstarzt Dr. Höpner stellt sich den Fragen (Quelle: Bundeswehr / Neumann)Größere Abbildung anzeigen

„Es freut mich, wenn ein Plan funktioniert“, äußerte sich Oberstarzt Dr. Axel Höpner sichtlich erleichtert nach der Landung in Berlin vor den Medienvertretern. Der Leiter des medizinischen Beraterteams zeigte sich mit dem Verlauf der Mission und des Fluges von Kiew nach Berlin zufrieden. Insbesondere lobte der Mediziner die „optimale“ Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst der ukrainischen Streitkräfte und der deutschen Botschaft.

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Rettungswagen treffen am Bundeswehrkrankenhaus Berlin ein

Ankunft am Bundeswehrkrankenhaus Berlin (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Pulpanek)Größere Abbildung anzeigen

Emotionale Erfahrung

Für Höpner war der Besuch im Kiewer Militärkrankenhaus eine sehr emotionale Erfahrung. Gerade der Kontrast zwischen der scheinbar friedlichen Atmosphäre in Kiew und dem Militärkrankenhaus mit zahlreichen verwundeten Soldaten bewegte die Bundeswehrärzte. "Wir haben die gesamte Palette der Traumatologie an Bord", so Höpner. Keiner der insgesamt 20 Patienten schwebt in akuter Lebensgefahr. Gegen 18.00 Uhr traf eine Kolonne an Rettungsfahrzeugen am Bundeswehrkrankenhaus Berlin ein. An Bord - fünf Patienten mit Bauch- und Schussverletzungen.

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Ausladen der Patienten in Hamburg

Ausladen der Patienten in Hamburg (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Rösler)Größere Abbildung anzeigen

Weiterer Weg

Nach Zwischenlandung in Hamburg wurden sechs weitere Patienten in das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg transportiert. Gegen 20.00 Uhr landete die Maschine in Köln/Wahn. Endstation für den Airbus und die medizinische Besatzung. Für die fünf an Bord verbliebenen Patienten endete die lange Reise gegen 22.15 Uhr im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz.

Eine Transall C160 in der MedEvac-Variante mit vier Patienten landete gegen 18.15 Uhr in Stuttgart. Ein Weitertransport erfolgt in das Ulmer Bundeswehrkrankenhaus.

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Hintergrund:

Für die Vorbereitung flog ein vierköpfiges Ärzteteam der Bundeswehr am 29. August 2014 nach Kiew. Die medizinischen Experten sollten in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt ukrainische Verwundete, die von einer Behandlung in Deutschland profitieren können, identifizieren. Die Bundeskanzlerin hat anlässlich ihres Staatsbesuches am 23. August 2014 in der Ukraine erklärt, bis zu 20 verwundete ukrainische Soldaten in Deutschland behandeln zu lassen. Das humanitäre Engagement ging auf eine Anfrage des ukrainischen Vertreters bei der NATO zurück. Dieser hatte sich an den International Military Staff der NATO gewandt und um Unterstützung bei Transport, Behandlung und anschließender Rehabilitation verwundeter ukrainischer Soldaten gebeten.

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Stand vom: 04.09.14 | Autor: Uwe Henning


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