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Einsatzersthelfer A

Die im Rahmen der Selbst- und Kameradenhilfe zu leistenden ersten lebensrettenden Maßnahmen bis zur Übergabe an das Sanitätspersonal nehmen aufgrund der aktuellen Einsatzbedingungen erheblich zu. Gerade diese Erstmaßnahmen sind von entscheidender Bedeutung für das Überleben sowie das spätere Behandlungsergebnis der Erkrankten, Verletzten und Verwundeten. Im Zuge der Weiterentwicklung der sanitätsdienstlichen Ausbildung von Nicht-Sanitätspersonal wurde die Ersthelferausbildung aller Soldatinnen und Soldaten grundlegend überarbeitet.

Die vorgenannten Bedingungen sowie die hierfür angepasste und erweiterte persönliche Sanitätsausstattung erfordern, dass alle Soldaten intensiv im Rahmen der Allgemeinen Grundausbildung und später im Verlauf von hierauf aufbauenden Ausbildungen zum Kompetenzerhalt für den möglichen Einsatz konsequent ausgebildet wird, um lebensrettende Sofortmaßnahmen handlungssicher auch unter Gefechtsbedingungen anwenden zu können.

Im Gegensatz zur Neukonzeption der Einsatzersthelfer-Ausbildung handelt es sich bei der Einsatzersthelfer-A-Ausbildung lediglich um eine Weiterentwicklung der bisherigen Ausbildung zum Helfer im Sanitätsdienst, also nicht um eine völlige Neukonzeption. Die bisherige 24-stündige Ausbildung wurde inhaltlich entfrachtet, jedoch zeitgleich um einsatzorientierte Ausbildungsinhalte ergänzt. Daraus ergibt sich zukünftig eine 30-stündige Ausbildung.

Einsatz-Ersthelfer A werden so ausgebildet, dass sie im Falle schwerer Blutungen, Atemstillstand und Bewusstlosigkeit die Maßnahmen der Ersten Hilfe durchführen können. Gerade der raschen Blutstillung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Daher enthält die zukünftige persönliche Sanitätsausstattung im Einsatz auch entsprechende Hilfsmittel wie ein Abbindesystem (Combat Application Tourniquet CAT) oder blutstillende Substanzen, sogenannte Hämostyptika (Quik-Clot®).

Darüber hinaus werden die Einsatz-Ersthelfer A zur Gabe von Schmerzmitteln mittels Autoinjektoren und zur Herstellung der Transportfähigkeit von Verwundeten befähigt. Nicht zuletzt werden im Rahmen der Ausbildung die Grundsätze der Krankheits- und PTBS-Prävention (Vermeidung von Posttraumatischen Belastungsstörungen) vermittelt.

Auch wenn die weiterentwickelte Ausbildung zurm Einsatz-Ersthelfer A deutlich einsatzorientierter ist, als die bisherige Ausbildung zum Helfer im Sanitätsdienst, werden die Soldaten auch befähigt, im Inland unter den zivilen Rahmenbedingungen Erste Hilfe zu leisten. So sind allein aufgrund der Tatsache, dass die Soldatinnen und Soldaten mit Militärkraftfahrzeugen am Straßenverkehr teilnehmen, die Erste Hilfe-Maßnahmen gem. § 19 Abs. 1 bis 4 der Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (Fahrerlaubnisverordnung) zu beherrschen.

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Stand vom: 21.11.12 | Autor: 


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