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Vier Approbationsrichtungen – ein Ziel

Koblenz, 04.01.2016.
Die Bundeswehr ist eine Einsatzarmee. Viele Soldatinnen und Soldaten leisten ständig Dienst fern der Heimat. Der Kernauftrag des Sanitätsdienstes der Bundeswehr ist es, die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen, unabhängig vom Einsatzort. Und um diese Aufgabe zu erfüllen, bedarf es des Zusammenwirkens der Sanitätsoffiziere der vier Approbationsrichtungen: Arzt, Zahnarzt, Apotheker und Veterinär sowie ihrem Assistenz- und Unterstützungspersonal.

Training für den Einsatz

Training für den Einsatz (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Bannert)Größere Abbildung anzeigen

Das vorrangige Ziel ist es, die Einsatz- und Dienstfähigkeit der Soldatinnen und Soldaten zu garantieren und damit einen entscheidenden Beitrag zur Auftragserfüllung der Bundeswehr zu leisten. Dies gilt insbesondere für Auslandseinsätze, da dort den Soldatinnen und Soldaten gesundheitliche Gefahren drohen, denen sie im Inland nicht ausgesetzt sind. „Um unseren Auftrag zu erfüllen, brauchen wir einen vollumfänglichen Sanitätsdienst. Er muss Prävention, Akutbehandlung und Weiterversorgung sowie Nachsorge beinhalten. Diese breit gefächerte Aufgabe fordert das Zusammenwirken aller Approbationen“, sagt Generaloberstabsarzt Dr. Michael Tempel, Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Dies bedeutet auch, dass in den Einsatzgebieten die Experten des Gesundheitsschutzes, wie beispielsweise Präventivmediziner und Hygieniker, vor Ort tätig sind. Die überaus hohe Qualität der sanitätsdienstlichen Versorgung in den Einsatzgebieten unterliegt hierbei der Leitlinie, ein Behandlungsergebnis zu gewährleisten, das qualitativ dem fachlichen Standard in Deutschland entspricht.

Dieses Ziel wird mit einer sogenannten Rettungskette erreicht, bei der die Versorgung Kranker, Verletzter und Verwundeter durch das Ineinandergreifen der einzelnen Teile eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau gewährleistet. Die Rettungskette reicht von der Selbst- und Kameradenhilfe am Unfallort über die Versorgung in Rettungsstationen, Rettungszentren und Einsatzlazaretten bis hin zur abschließenden klinischen Behandlung und Rehabilitation in Deutschland. Außerdem beinhaltet sie den land- und luftgestützten medizinischen Evakuierungstransport.

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Der Sanitätsdienst der Bundeswehr bietet vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr bietet vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Wern)Größere Abbildung anzeigen

Vielfältige Möglichkeiten

Zu Beginn einer Karriere im Sanitätsdienst der Bundeswehr entscheiden sich angehende Sanitätsoffiziere für eine Approbationsrichtung und studieren an einer öffentlichen Universität in den Bereichen Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie Pharmazie und Lebensmittelchemie. Etwa 3.300 weibliche und männliche Sanitätsoffiziere leisten ihren Dienst im Sanitätsdienst der Bundeswehr, sei es in einem der modern ausgestatteten Bundeswehrkrankenhäuser, in den regionalen Sanitätseinrichtungen, Fachinstituten oder in den Sanitätsregimentern, deren Hauptaufgaben Einsätze und Ausbildung sind. Das Verwendungsspektrum der Ärzte und Ärztinnen sowie der Apotheker und Apothekerinnen ist breit gefächert. Von der Patientenversorgung über den Gesundheitsschutz und die Gesundheitsförderung bis hin zur Führung und Organisation gibt es vielfältige Aufgabengebiete. Außerdem besteht die Möglichkeit, wissenschaftlich, zum Beispiel in der Forschung, tätig zu sein oder im Bereich der öffentlich-rechtlichen Aufgaben zu arbeiten. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr bietet eine Vielzahl an zivil anerkannten Aus-, Fort und Weiterbildungsmöglichkeiten, wobei nicht nur der Erwerb der Facharztqualifikation im Vordergrund steht. Multinationale Verwendungen sind ebenso möglich, wie die Option, bei internationalen Partnern klinische Erfahrungen zu sammeln oder an internationalen Forschungsprojekten zu arbeiten.

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Als Tierärztin/ Tierarzt bei der Hundeschule der Bundeswehr

Als Tierärztin/ Tierarzt bei der Hundeschule der Bundeswehr (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Bock)Größere Abbildung anzeigen

Veterinärmedizin

Der Auftrag des Veterinärwesens der Bundeswehr umfasst neben den klassischen Aufgaben der tierärztlichen Behandlung von Diensthunden und Tragtieren der Bundeswehr vorwiegend die Durchführung der öffentlich-rechtlichen Aufgaben im Bereich der Bundeswehr. Hierzu zählen unter anderem die veterinärmedizinische Lebensmittelüberwachung im Inland und im Auslandseinsatz, sowie die Wahrnehmung der Aufgaben nach dem Tierschutzgesetz, die Tierseuchenprophylaxe und die Überwachung des Verkehrs mit Tierarzneimitteln im Bereich der Bundeswehr.

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Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten, als Truppenarzt/ Truppenärztin kurativ tätig sein

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten, als Truppenarzt/ Truppenärztin kurativ tätig sein (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Schwabe)Größere Abbildung anzeigen

Human- und Zahnmedizin

Den Ärztinnen und Ärzten steht eine interessante Tätigkeit im gesamten Einsatzspektrum der Bundeswehr offen. Allgemeinmediziner übernehmen dabei die „Hausarztfunktion“ als Truppenarzt, Schiffsarzt oder Fliegerarzt, während Fachärzte in den Bundeswehrkrankenhäusern, Fachuntersuchungsstellen oder einem der Institute tätig sind. Durch die Ausrichtung auf die Einsätze liegt gebietsübergreifend ein Schwerpunkt bei der Notfallmedizin.

Das Aufgabengebiet der Zahnärztinnen und Zahnärzte beinhaltet das gesamte Spektrum der Zahnheilkunde, Oralchirurgie und Parodontologie sowie die zahnmedizinische Begutachtung. Sie übernehmen sowohl in den regionalen Sanitätseinrichtungen als auch in den Bundeswehrkrankenhäusern die Patientenversorgung.

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Johne begleitet die Arbeit von Lenja Köhntop

Herstellung einer Salbenrezeptur (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Henning)Größere Abbildung anzeigen

Pharmazie und Lebensmittelchemie

Aufgabe der Apothekerinnen und Apotheker ist es, die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Inland und im Ausland mit sicheren Arzneimitteln und Medizinprodukten zu versorgen. Sie versehen ihren Dienst vorwiegend in einem der Versorgungs- und Instandsetzungszentren des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, den Bundeswehrkrankenhäusern oder in Kommandobehörden des Sanitätsdienstes. Staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker oder –chemikerinnen untersuchen und begutachten in den Zentralen Instituten des Sanitätsdienstes Lebensmittel und Bedarfsgegenstände aus chemischer Sicht. Im Rahmen der Eigenvollzugskompetenz der Bundeswehr sind sie auch im Bereich der öffentlich-rechtlichen Aufgaben tätig. Darüber hinaus werden die Apothekerinnen und Apotheker im gesamten Bereich der sanitätsdienstlichen Logistik der Bundeswehr eingesetzt. Sie leisten damit einen entscheidenden Beitrag an der materiellen Einsatzbereitschaft der Bundeswehr im In- und Ausland.

Nur durch das Zusammenwirken aller vier Approbationsrichtungen kann der Sanitätsdienst der Bundeswehr sein volles Leistungsspektrum entfalten. Die umfassenden Aufgaben des Sanitätsdienstes in der Gesundheitsversorgung der Bundeswehr schließt auch die Teilnahme an Einsätzen und Trainings ein, sowohl der militärischen als auch der fachlichen Fähigkeiten.

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Stand vom: 04.01.16 | Autor: Knut Klein


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