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Traumberuf Krankenschwester?

Berlin, 23.12.2011.
„Ich wollte schon immer Krankenschwester werden”, erklärt Hauptfeldwebel Claudia Nielebock. Die Idee, sich bei der Bundeswehr zu bewerben, hatte ein Freund. Die Soldatin wollte schnell auf eigenen Beinen stehen und finanziell unabhängig sein. Im Interview erzählt Nielebock über ihre Erfahrungen und Erwartungen in ihrem Beruf.

Was ist das Besondere an Deiner Tätigkeit?

Ich sehe in meinem Beruf eine Berufung. Ich lebe die Tätigkeit und die Arbeit macht Spaß. Das Besondere ist die Kombination zwischen Soldat und Krankenschwester.

Welche Zukunftswünsche hast Du?

Ein Wunsch wäre sich stetig weiterzuentwickeln zu können und dennoch das machen zu dürfen, was einem Spaß macht. Ab Januar werde ich eine zwölfmonatige Fachausbildung zur „Intermediate Care“ Fachschwester beginnen, um den neuen Herausforderungen für die geplante Infektionsstation, gewachsen zu sein. Im Regelbetrieb wird diese als Überwachungsstation genutzt. Diese ist das Bindeglied zwischen Intensivtherapie- und allgemeiner Pflegestation. Ich würde gern ein paar Sprachen lernen. Mein derzeit größter Wunsch wäre jedoch eine Fachausbildung zur onkologischen Fachschwester machen zu dürfen. Durch den regelmäßigen Kontakt zu Krebspatienten die inzwischen bei uns diagnostiziert und auch therapiert werden, würde ich mich gern in diesem Bereich fortbilden.

Du bist seit 1998 Krankenschwester und betreust auf Deiner Station u.a. Krebspatienten. Wie gehst Du mit dem Tod eines Patienten um?

Eigentlich verarbeite ich das ganz gut. Natürlich steht man dem Thema nicht gleichgültig gegenüber. Es gab sicherlich Schicksale, die sind mir mächtig auf den Magen geschlagen. Ich denke, es ist normal, wenn einem ein Patient ans Herz wächst. Und wenn dieser Patient noch überraschend schnell aus dem Leben scheidet, ist es umso schwerer.

Welche positiven Erlebnisse hast Du in deiner Verwendung gesammelt?

In meiner Zeit als Stationsschwester sicher die Anerkennung für meine Arbeit. Ich freue mich, dass die Station so gut läuft und ich ein so leistungsfähiges Team habe.
Schön finde ich das große Fort- und Weiterbildungsangebot im Bundeswehrkrankenhaus Berlin. Der Nachteil in der Verwendung: ich kann nicht einfach mal drei oder vier Monate abwesend sein. Eine Erfahrung an die ich gern zurückdenke, waren die Auslandseinsätze.
Positiv bewerte ich die Erfahrungen, die ich bei meinen zwei Auslandseinsätzen im Kosovo und in Afghanistan sammeln konnte.

Auf der anderen Seite gibt es neben Licht sicher auch Schatten oder?

Ärgerlich ist sicher, dass es als selbstverständlich hingenommen wird, was hier alle leisten.
Die Erwartungshaltung der Patienten ist extrem gestiegen. Hinzu kommen ethnische und kulturelle Aspekte der Patienten und deren Umfeld. Berlin ist nun einmal ein Schmelztiegel der unterschiedlichsten Nationen. Ein weiterer Punkt ist der viele Papierkram. Heute zählen wohl nur Daten nicht Taten. Ich muss schon aufpassen, dass ich überhaupt noch Zeit für die Patienten habe.

Was würdest Du Leuten raten, die sich als Sanitätsfeldwebel bei der Bundeswehr bewerben?

Für mich war es ist eine gute Idee zur Bundeswehr zu gehen. Man muss den Beruf Soldat leben. Man hat nicht nur Rechte sondern auch Pflichten. Nicht nur Erwartungen haben, sondern auch bereit sein, geben zu wollen. Bei der Bundeswehr hat Jeder vielfältige Möglichkeiten seinen Weg zu gehen.

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: Uwe Henning


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