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Oberstarzt Schoeps hat jetzt das Kommando

Leer, 17.01.2008.
Die Übergabe des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst "Ostfriesland" (Kdo SES) ist vollzogen: Bei einem Appell in Leer übernahm Oberstarzt Dr. Stephan Schoeps die Kommandogewalt über den größten Einsatzverband des Sanitätsdienstes.

Von links: Flottenarzt Dr. Knabe, Generalstabsarzt Dr. Patschke und Oberstarzt Dr. Schoeps

Von links: Flottenarzt Dr. Knabe, Generalstabsarzt Dr. Patschke und Oberstarzt Dr. Schoeps (Quelle: Bundeswehr / Evers)Größere Abbildung anzeigen

Die Zeremonie in der von-Lettow-Vorbeck Kaserne fand unter der Leitung des Stellvertreters des Befehlshabers Sanitätsführungskommando, Generalstabsarzt Dr. Ingo Patschke, statt.

Flottenarzt Dr. Michael Knabe stand fast zweieinhalb Jahre an der Spitze des Verbandes. Untrennbar mit seinem Namen verbunden, sind die Umstrukturierung, die Weiterentwicklung und die Einsatzbereitschaft der sanitätsdienstlichen Eingreifkräfte – jederzeit und weltweit.

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Entwicklung

Der stetige Wechsel sei Normalität für das Führungspersonal der Streitkräfte, erklärte Generalstabsarzt Dr. Patschke zu Beginn der Veranstaltung. Und er veranschaulichte dies auch an der 46-jährigen Geschichte der Garnisonsstadt Leer, die häufig einen Kommandowechsel erlebt habe. "Die hier, einst und jetzt, stationierten Sanitätsverbände und schließlich das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst in seiner alten und neuen Struktur markieren die Entwicklung des Sanitätsdienstes wie in einem Brennglas", sagte er.

Zudem habe sich mit den Anschlägen des 11. Septembers 2001 die Sicherheitslage der Welt nachhaltig verändert. Die konsequente Ausrichtung der Sanitätstruppe auf neue Einsatzerfordernisse sei folgerichtig, schilderte Patschke. "Hierzu wurde im zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr das Kommando umgegliedert und verstärkt, um die Führung aus einer Hand und die gleichzeitige Wahrnehmung geforderter Einsatzaufgaben mit Unterstützung des Fachpersonals aus anderen Bereichen leisten zu können", sagte der stellvertretende Befehlshaber mit Blick auf die herausgehobene Rolle des Verbandes.

Das neue Kommando SES stellt heute seine sanitätsdienstlichen Fähigkeiten in Form von Modulen bereit, die lage- und situationsabhängig zusammengefasst werden können.

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Einsatz

Patschke würdigte in seiner Rede die Leistungen des zu verabschiedenden Kommandeurs. Er betonte, dass sich unter Flottenarzt Dr. Knabes Führung das Kommando SES "hier und im Einsatz, im Kongo oder in Afghanistan, stets hervorragend bewährt" habe. "Durch ihre konzeptionelle Tätigkeit haben sie die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Verbandes gestellt."

Außerdem überbrachte Patschke Nachrichten aus dem Bundesministerium der Verteidigung: "Staatssekretär Thomas Kossendey (CDU) hat dieses Kommando in einem Schreiben an mich, anlässlich dieser Übergabe, als Vorzeigeverband unseres Sanitätsdienstes bezeichnet." Dem sei nichts hinzuzufügen. Für die Folgeverwendung als Kommandeur des Sanitätskommandos II in Diez wünschte der Stellvertreter des Befehlshabers Sanitätsführungskommando Knabe alles Gute.

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Flottenarzt Dr. Michael Knabe dankt in seiner Adschiedsrede den Angehörigen des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst

Dr. Knabe dankt den Angehörigen des Kommandos (Quelle: Bundeswehr / Evers)Größere Abbildung anzeigen

Flottenarzt Knabe

Flottenarzt Dr. Michael Knabe hatte sich vor der Zeremonie mit klaren Aussagen zu den vergangenen Jahren in Leer verabschiedet. Das Kommando habe eine rasante Entwicklung durchgemacht, sagte er rückblickend. "Ich denke, wir können uns mit Fug und Recht ein Musterbeispiel der Transformation der Bundeswehr nennen", unterstrich der Flottenarzt, "denn heute ist das Kommando SES das Leitkommando für alle Operationen der Eingreifkräfte des zentralen Sanitätsdienstes im multinationalen Rahmen."

Flottenarzt Dr. Knabe dankte den Soldatinnen und Soldaten des Kommandos für ihr Höchstmaß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, aber auch Verständnis und Duldsamkeit der dienstlichen Notwendigkeiten während seiner "bislang schönsten Verwendung". "Ich war gerne Kommandeur und werde mich sicher in meiner neuen Verwendung als Kommandeur des Sanitätskommandos II in Diez, oftmals an mein altes Kommando SES - an mein Leer zurückerinnern."

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Neue Spitze

Der neue Kommandeur Oberstarzt Dr. Stephan Schoeps, bisher Chef des Stabes im Sanitätsführungskommando, trat 1977 als Sanitätsoffizieranwärter in die Bundeswehr ein. Nach dem Studium der Humanmedizin in Essen folgten für den Sanitätsoffizier unter anderem Verwendungen als Assistenz- und Truppenarzt, Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr sowie im Führungsstab des Sanitätsdienstes.

Nach Stationen als Referent für internationale Beziehungen und später als Referatsleiter für Konzeption, Führung und Einsatz des Sanitätsdienstes beim Bundesministerium der Verteidigung kam Oberstarzt Dr. Schoeps Mitte 2002 als Abteilungsleiter G 3 des Sanitätsführungskommandos von der Hardthöhe nach Koblenz.

In dieser Zeit nahm er als Kommandeur des Sanitätseinsatzverbandes im dritten Einsatzkontingent ISAF an einem Auslandseinsatz der Bundeswehr teil. Innerhalb des Führungskommandos wechselte Schoeps 2005 auf den Dienstposten Chef des Stabes. Oberstarzt Dr. Schoeps hat von 1988 bis 1990 am Generalstabslehrgang des Heeres an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg teilgenommen.

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Flottenarzt Dr. Knabe meldet sich bei Generalstabsarzt Dr. Patschke ab

Abmeldung (Quelle: Bundeswehr / Evers)Größere Abbildung anzeigen

Kommando SES

Am 1. April 2003 wurde das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst "Ostfriesland" in Leer in Dienst gestellt. Es ist auf die Standorte Leer und Schwanewede verteilt. Das Kommando ist mit seinen fast 2.000 Soldatinnen und Soldaten der größte Einsatzverband des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.

Die Fähigkeit, bei internationalen Einsätzen rasch die sanitätsdienstliche Versorgung zu gewährleisten, hat das Kommando oft unter Beweis gestellt. Unter anderem waren die Verbandsangehörigen nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien im Einsatz.

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: 


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