Eine unheilbare und tödliche Erkrankung
München, 27.11.2009.
36 Jahre alt ist Oberfeldarzt Dr. Roland Vogl. Als der Facharzt für Allgemeinmedizin und Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen 1992 als Wehrpflichtiger in die Bundeswehr eintrat, war Queen-Sänger Freddie Mercury (1946-1991) bereits ein Jahr tot. Der Sänger starb im Alter von 45 Jahren. Er ist nur eines der vielen prominenten Opfer, die an der Immunschwäche Aids gestorben sind.
An den Folgen von Aids sterben weltweit jedes Jahr mehr als zwei Millionen Menschen, etwa 33 Millionen sind HIV-infiziert. Und auch in Deutschland infizieren sich jährlich 3.000 Menschen mit dem HI-Virus. Daher lautet das Motto des Welt-Aids-Tages 2009 in Deutschland: „Stop Aids. Keep the Promise!“
Zusammenarbeit
Auch der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr engagiert sich im Kampf gegen Aids – und dies nicht nur zum Welt-Aids-Tag. Die Bundeswehr kooperiert seit Jahren eng mit Institutionen des öffentlichen Gesundheitswesens (z.B. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit, der Deutschen Aids-Hilfe und der Deutschen Aids-Stiftung und bietet ein umfassendes Informationsangebot zum Thema Aids.

Jahrelanges Engagement
Seit Anfang 2007 ist Dr. Vogl Dezernatsleiter für Gesundheitsvorsorge, Sport- und Ernährungsmedizin im Sanitätsamt der Bundeswehr in München. Neben vielen anderen Aufgaben ist er für die AIDS-Prävention in der Bundeswehr konzeptionell verantwortlich. Er übernahm diese verantwortungsvolle Aufgabe von Oberstarzt a.D. Dr. Wolfgang Lawicki, der durch sein jahrelanges Engagement in diesem Bereich hohe Maßstäbe setzte.
„AIDS ist eine unheilbare und tödliche Erkrankung“, warnt Dr. Vogl. Die AIDS-Prävention in der Bundeswehr gibt es seit dem Bekanntwerden von AIDS, d.h. seit Mitte der 80er Jahre. Die Bundeswehr unterstützt Menschen mit HIV und Aids, damit sie selbstbewusst mit ihrer Infektion leben können und nicht ausgegrenzt werden.
Strategie
„Die HIV/Aids-Information und -Prävention ist ein integraler Bestandteil der gesundheitsfördernden Maßnahmen in der Bundeswehr, wenn sich auch innerhalb der Bundeswehr gegenwärtig kein Anstieg der Neuinfektionen trotz erweitertem Aufgabenspektrum mit Einsätzen in Hochendemiegebieten, z.B. Djibouti, darstellt,“ erklärt Dr. Vogl.
Auf der Grundlage des von der Bundesregierung im März 2007 veröffentlichten Aktionsplans zur Umsetzung der HIV/Aids-Bekämpfungsstrategie unterstützt der Bundesminister der Verteidigung die Informations- und Aufklärungskampagne der Bundesregierung über die mit der HIV-Infektion und Aids in Verbindung stehenden Risiken.
Wesentliche Inhalte der Prävention innerhalb der Bundeswehr sind beispielsweise das Vorhalten einer Intra-/und Internetpräsenz zur HIV-/AIDS-Information und -Prävention und die CD "Safer Sex - soldatensicher".


