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Die fliegenden Bundeswehr-Ärzte von Ulm

Ulm, 05.10.2011.
Der erste fest stationierte Rettungshubschrauber der Bundeswehr für den zivilen Einsatz und bundesweit der zweite fliegt seit 1971 in Ulm. In 40 Jahren retteten die Mediziner der Bundeswehr ca. 14.000 Menschenleben - Ein Grund zum Feiern.

Archivbild: Einsatz mit der Bell

Mit der Bell im Einsatz (Quelle: Archiv Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Als Anfang der 70er Jahre in der Bundesrepublik die Zahl der Verkehrsopfer bei einem historischen Hoch von fast 20.000 Toten pro Jahr lag, setzte sich die Überlegung nach schnelleren Rettungsmitteln als dem Notarztwagen durch. Damals wie heute gilt: Jede Minute nach einem Unfall kann entscheidend sein. Nicht ohne Grund betrieb deshalb der ADAC ab 1970 mit Christoph 1 in München den ersten Rettungshubschrauber. Ein Jahr später folgte die Bundeswehr auf Betreiben des damaligen Chefarztes des Bundeswehrkrankenhauses Ulm Prof. Dr. Friedrich W. Ahnefeld. Dort wurde mit einem Testrettungszentrum Neuland betreten.

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Besuchermagnet war der SAR 71 eine Bell UH-1D

Besuchermagnet war der SAR 71 eine Bell UH-1D (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Schmied der Rettungskette

Eine möglichst perfekt funktionierende Rettungskette mit integrierter Luftrettung gab es bislang noch nicht. Ahnefeld, der heute unter Ärzten den Ruf als „Schmied der Rettungskette“ genießt, erinnert sich noch gut daran, wie er den damaligen Verteidigungsminister Helmut Schmidt persönlich von den Vorteilen des neuen Rettungsmittels überzeugte und auch auf die notwendige Ausbildungspraxis für die Sanitätsoffiziere hinwies. „ ,Herr Minister, wir können doch nicht an Sandsäcken lehren`, sagte ich und eine halbe Stunde später war alles genehmigt“, erinnert sich Ahnefeld.

Und so begann am 3. November 1971 die Erfolgsgeschichte der Luftrettung in Ulm, und Ulm herum. „Das ist ein Jubiläum, welches uns stolz macht“, sagt Generalarzt Prof. Dr. Dr. Erhard Grunwald, der jetzige Chefarzt des Krankenhauses. „Die erworbenen Kenntnisse aus der Luftrettung sind heute tragende Säulen des Sanitätsdienstes“.

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Kinder im Rettungshubschrauber

Kinder nehmen den Rettungshubschrauber unter die Lupe (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

14.000 Menschen gerettet

33 Jahre lang war das markante Klopfgeräusch des Luftwaffen-Hubschraubers vom Typ Bell UH-1D mit seiner orangenfarbenen Tür vielen Bürgern der Region in bester Erinnerung. 2003 übernahm der die ADAC Luftrettung GmbH den Betrieb, da die Luftwaffe sich schrittweise aus dem SAR-Betrieb zurückzog. „Wir haben mit dem ADAC einen neuen kompetenten Partner gefunden und sind weiter sehr zufrieden“, sagt Oberstarzt Prof. Lorenz Lampl, Leitender Arzt der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin, der selber auch regelmäßig als Notarzt im „Christoph 22“, so heißt offiziell der Ulmer Rettungshubschrauber, mitfliegt.

Seit 1971 wurden exakt 36.606 Einsätze geflogen. „Bei kanpp 40% unserer Patienten haben wir lebensbedrohliche Verletzungen“, so Lampl. „Damit haben wir rein rechnerisch in den letzten 40 Jahren um die 14.000 Menschenleben gerettet.“

Dass die fliegenden Ärzte aus dem Bundeswehrkrankenhaus auch bei der Bevölkerung hoch angesehen sind, zeigte sich an einem Tag der offenen Tür anlässlich des Jubiläums am 24. September zu dem mehr als 10.000 Bürgerinnen und Bürger kamen. Der Oberbürgermeister von Ulm, Ivo Gönner, unterstrich diese Stimmung: „Sie sind für die Region überlebenswichtig. Wir Ulmer empfinden täglich Respekt für Ihre Tätigkeit.“

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: Matthias Seeliger


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