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Mückenfallen und Zeckensammeln

München, 18.08.2009.
Ein nicht alltägliches Ereignis der besonderen Art: Bundeswehrsoldaten auf Zeckenjagd. Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr ist auf der Pirsch, um eine Bestandsaufnahme von Krankheitserregern in freier Wildbahn vorzunehmen.

Eine Mitarbeiterin des Instituts überprüft Mäusefallen auf ihren Inhalt

Prüfen der Fallen (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Merz)Größere Abbildung anzeigen

Dazu verlegt der Leiter der Abteilung Virologie, Oberfeldarzt Dr. Gerhard Dobler, mit einem Expertenteam nach Niederbayern, um in den sumpfigen Niederungen der Donau Krankheitserreger in Zecken, Mücken und Mäusen zu erfassen und anschließend im Labor in München auf ihr Gefährdungspotential für den Menschen zu untersuchen.

Zwei Wissenschaftler begutachten den Fang auf Verwertbarkeit

Begutachtung (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Merz)Größere Abbildung anzeigen

Kleine Ursachen – große Wirkung

Die zunehmende Globalisierung und der Klimawandel begünstigen neben vielen positiven Aspekten (Reise- und Urlaubsgestaltung) auch die beschleunigte weltweite Ausbreitung von Viren, die zu in der Öffentlichkeit bekannten Krankheitsbildern (Grippe oder Influenza), aber auch zu unbekannten (Hämorrhagisches Fieber wie z.B. Ebola oder Hanta) führen können.

Gefährliche Krankheitserreger können durch Veränderungen in der Umwelt plötzlich im Menschen zu Krankheitsausbrüchen führen. In den letzten Jahren wurden mehrmals tropische Viren nach Europa eingeschleppt, die sich hier ausbreiten konnten“, so der Leiter der Virologie.

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Oberfeldarzt Dr. Dobler untersucht den Fang am Mikroskop

Mikroskopische Untersuchung (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Merz)Größere Abbildung anzeigen

Vorsorge durch Forschung

Um im Wettlauf zwischen Virus und Mensch immer noch ein Stück weit Vorsprung zu haben, führen die Mitarbeiter des Instituts für Mikrobiologie regelmäßig Erkundungen und Felduntersuchungen durch. Ihr Ziel ist es, neben dem Feststellen von Veränderungen im genetischen Material von Krankheitserregern durch aufwändige Untersuchungen Gegenmaßnahmen und geeignete Gegenmittel für den Gesundheitsschutz der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr zu entwickeln.

Dazu Oberfeldarzt Dr. Dobler: „Das Institut für Mikrobiologie war als einziges Institut in Deutschland seit mehr als 30 Jahren in der Lage, FSME-Viren aus Zecken zu isolieren und diese genetisch zu charakterisieren, um vorbeugend Ausbreitungstendenzen und damit eine Gefährdung der Soldaten und Soldatinnen zu reduzieren.

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Fachinstitut durch Kompetenz und Expertise

Das im Münchner Norden beheimatete Institut für Mikrobiologie mit seinen 65 militärischen und zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern berät als wissenschaftliches Kompetenzzentrum die Führung in allen Fragen des medizinischen Schutzes vor Krankheitsverursachern. Es kooperiert mit wissenschaftlichen Partnern im In- und Ausland und wirkt in nationalen und internationalen Fachgremien mit.

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: 


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