Führungslehrgang für Reserveoffiziere
München, 25.09.2010.
Unter dem Thema Sanitätsdienst im Verbund fand der Spitzenlehrgang für Reserveoffiziere im Sanitätsdienst der Bundeswehr vom 22. bis 25. September 2010 statt.

In zahlreichen Vorträgen erhielten die hochrangigen Reservisten und aktiven Soldaten an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München umfassende und aktuelle Informationen aus allen Bereichen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.
Schwerpunkte waren beispielsweise der aktuelle Sachstand zur Strukturreform der Bundeswehr und deren Auswirkungen für den Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr.

Zielscheibe Rotes Kreuz
Mit dem Beitrag Rotes Kreuz im Fadenkreuz ging Oberfeldarzt Dr. Norbert Hanhart aus dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) auf die Problematik der Abdeckung von Schutzzeichen auf Sanitätsfahrzeugen ein.
Auch Generalarzt Dr. Christoph Veit verteidigte die Praxis, das Rote Kreuz an Sanitätsfahrzeuge der Bundeswehr in Afghanistan abzudecken. „Die Gegner sehen das Rote Kreuz eher als Fadenkreuz und nicht als humanitäres Schutzzeichen“, begründete der Stabsabteilungsleiter aus dem BMVg die Schutzmaßnahme. In diesem Zusammenhang betonte Veit, dass sowohl das abgetarnte Schutzzeichen als auch das auf dem Sanitätsfahrzeug Fuchs montierte Schutzschild gegen Feindbeschuss (Krähennest) rechtlich zulässig ist.
Markenzeichen
Der Generalarzt lobte die Rettungskette, die für andere Nationen ein anerkanntes Markenzeichen ist. Aufgrund der asymmetrischen Bedrohungslage in Afghanistan ist eine infanteristische Ausbildung für Sanitätspersonal wichtiger denn je, so Veit. Schließlich müssen die eingesetzten Sanitätssoldaten im Ernstfall sich und den Verwundeten schützen können.
Ergänzt wurde der Lehrgang mit aktuellen Informationen aus den Kommandobereichen des Sanitätsamtes der Bundeswehr und des Sanitätsführungskommandos.


