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Stammzellenspende bedeutet Leben spenden

Stabsunteroffizier Daniel Lenz vom Jagbombergeschwader 33 in Büchel ist regelmäßiger Blutspender. Oftmals, wenn der Blutspendedienst der Bundeswehr im Fliegerhorst zum Aderlass aufgerufen hat, war er mit dabei. Ende 2010 informiert die Stefan-Morsch-Stiftung im Rahmen einer Blutspende über die Stammzellenspende. Der Luftwaffensoldat entschließt sich zur sogenannten Typisierung und anschließenden Aufnahme in das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland.

Daniel Lenz an seinem Arbeitsplatz

Daniel Lenz an seinem Arbeitsplatz (Quelle: Sanitätsdienst/Matthias Frank)Größere Abbildung anzeigen

Nur wenn die Merkmale von transplantierten Zellen nahezu exakt mit denen des Empfängers übereinstimmen, kann eine Übertragung erfolgreich sein, andernfalls stößt der Körper des Erkrankten die fremden Gewebezellen ab. Da es Millionen verschiedener Kombinationen dieser Merkmale gibt, ist eine große Anzahl an registrierten potentiellen Spendern nötig, um einen geeigneten Spender zu finden.

Anfang 2011 klingelt bei Daniel Lenz das Telefon. Die Registrierung in der Datei hatte er schon fast vergessen. Die Stefan-Morsch-Stiftung lässt ihn wissen, dass es einen Leukämiepatienten gibt, der dringend eine Stammzellenspende benötigt, und dass seine Merkmale optimal mit denen des Patienten übereinstimmen. Stabsunteroffizier Daniel Lenz musste nicht lange überlegen: „Mein Grundgedanke für die Registrierung war anderen zu helfen, wenn es möglich ist.”

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Kein Zweifel

Es folgen zusätzliche Blutentnahmen, die der Soldat bei seinem Sanitätszentrum abgibt. Nach deren Untersuchungen gibt die Stefan-Morsch-Stiftung grünes Licht für die Stammzellenspende. Daniel Lenz stimmt einer Stammzellenspende zu: „Für mich war von Anfang an klar, dass ich es machen werde, wenn jemand Hilfe von mir benötigt.” In einem ausführlichen Gespräch wird der 27-Jährige auf mögliche Risiken hingewiesen. Fünf Tage vor der Stammzellenspende erhält Daniel Lenz ein Medikament, das die Stammzellen vermehrt. Seine Freundin verabreicht ihm die Spritzen, die für ihn keine nennenswerten Nebenwirkungen haben.

Am 11. April 2011 ist es soweit. Stabsunteroffizier Daniel Lenz macht sich auf den Weg nach Birkenfeld zur Stammzellenspende. Seine Freundin sorgt sich um ihn, er hingegen ist einigermaßen gelassen. „Ich hatte nie einen Zweifel, es nicht zu machen.”

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 Stabsunteroffizier Daniel Lenz bei der Stammzellenspende

Stabsunteroffizier Daniel Lenz bei der Stammzellenspende (Quelle: Stefan-Morsch-Stiftung)Größere Abbildung anzeigen

Fünf Stunden

Sein Blut wird am rechten Arm entnommen, so wie bei einer Blutspende. Es läuft durch eine Maschine, die
Stammzellen aus dem Blut filtert. Danach läuft das gefilterte Blut wieder in den linken Arm. Die Spende an sich dauert fünf Stunden. Solange muss er ruhig sitzen.

Der Empfänger benötigt sehr viele Stammzellen, so dass Daniel Lenz am nächsten Tag noch einmal für weitere zwei Stunden an die Maschine angeschlossen wird. „Unmittelbar nach der Spende war ich schon ziemlich schlapp und ich habe mich müde gefühlt. Aber schon nach einer halben Stunde war wieder alles in Ordnung.”

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Daniel Lenz an seinem Arbeitsplatz

Daniel Lenz an seinem Arbeitsplatz (Quelle: Sanitätsdienst/Matthias Frank)Größere Abbildung anzeigen

Das Richtige getan

Zwei bis drei Tage nach der Spende darf der Soldat keinen Sport treiben und soll körperliche Anstrengungen meiden. Nach einem Tag der Schonung ist Daniel Lenz wieder zurück im Dienst. Hier ist er verantwortlich für die Materialbewirtschaftung, zum Beispiel für Helme und Spezialbekleidung der Piloten.

Rückblickend ist sich Daniel Lenz sicher, das Richtige getan zu haben: „Ich habe es zu keinem Zeitpunkt bereut, mich als Spender zur Verfügung gestellt zu haben.”

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: Matthias Frank


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