Wehrmedizinische Forschung
München, 01.01.2012, Bundesministerium der Verteidigung.
Die Wehrmedizinische Forschung befasst sich mit Themen der gesundheitlichen Belastungen durch den Wehrdienst im Frieden wie auch im Krieg.
Sie sucht nach geeigneten Methoden zum Gesundheitsschutz bzw. nach Behandlungsmöglichkeiten bei bereits eingetretenen wehrdienstbedingten Gesundheitsstörungen, Krankheiten, Verletzungen und Verwundungen.
Aktivitäten aller medizinischen Fachgebiete
Die Wehrmedizinische Forschung stellt kein eigenes Forschungsgebiet dar, sondern erfasst und umschreibt Aktivitäten aller medizinischen Fachgebiete und -richtungen unter besonderer Berücksichtigung wehrmedizinischer Aspekte und Fragestellungen. Sie beinhaltet auch Forschungsaktivitäten in den Bereichen Wehrpharmazie und Wehrpsychologie. Neben der Forschung in bundeswehreigenen Instituten und Krankenhäusern (Sonderforschung) vergibt die Bundeswehr auch Aufträge zur Bearbeitung wehrmedizinisch relevanter Fragestellungen in den zivilen Bereich, sofern diese innerhalb der Bundeswehr nicht oder nicht wirtschaftlich bearbeitet werden können (Vertragsforschung und Entwicklung).
Haushaltsmittel
Im Haushaltsjahr 2012 stehen für die Vertrags- und Sonderforschung im Bereich der Wehrmedizin, Wehrpharmazie und Wehrpsychologie sowie für Entwicklungsvorhaben des Sanitätsdienstes insgesamt 7 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen 4,5 Millionen Euro auf Forschungs- und 2,5 Millionen Euro auf Entwicklungsvorhaben.
Publizierung
Die Bundeswehr stellt ihr wehrmedizinisches Forschungs- und Entwicklungsprogramm regelmäßig in der Fachwelt vor. So werden z.B. die Vertragsnehmer vertraglich verpflichtet, die Ergebnisse in wissenschaftlichen Zeitschriften zu publizieren. Eine Gesamtschau des jeweiligen Programms wird Fachkreisen auf den Med. A-, B- oder C- Schutz-Tagungen oder dem Wehrmedizinischen Symposium gegeben. Die offene Diskussion des Forschungs- und Entwicklungsprogramms und der einzelnen Vorhaben innerhalb von Fachkreisen hat sich bewährt.
