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Handeln statt Behandeln

Warendorf, 28.08.2009.
Explodierende Gesundheitskosten erwarten Experten laut einer Studie in den nächsten Jahren. Der Grund: steigende Lebenserwartung sowie ungesunde Lebensweise und die damit verbundenen Begleiterkrankungen. Dieser Trend macht auch vor den Kasernentoren nicht halt.

Es ist die Idee eines neu konzipierten Fachsportleiters Gesundheitssport entstanden“, so Oberfeldarzt Dr. Roland Vogl. Der Sanitätsoffizier aus dem Sanitätsamt der Bundeswehr hat an der Konzeption für diesen Lehrgang mitgewirkt und erwartet die Teilnehmer als Multiplikatoren für die Truppe. Schließlich sollen die ersten 23 ausgebildeten Fachsportleiter ihre Motivation und Begeisterung in die Heimatstandorte tragen.

Hauptmann Barbara erschöpft nach dem Feldtest

Überzeugt: Hauptmann WilliBarbara (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/ Henning/Uwe Henning)Größere Abbildung anzeigen

Durch Vorbild überzeugen

Fachkompetenz durch fundiertes Wissen, Eigeninitiative, Überzeugungskraft und Engagement, das sind die Anforderungen, die an den künftigen Fachsportleiter Gesundheitssport gestellt werden. Hauptmann Willi Barbara ist überzeugt von dem Konzept.

Ihn plagte lange Zeit eine Arthrose und eine schwere Beinverletzung. Dank Reha-Maßnahmen, dort erlernter Übungen und Beibehaltung eines sportlichen Programms kann er heute beschwerdefrei leben. „Was ich selbst erlebt habe, will ich anderen vermitteln“. Dieses Schlüsselerlebnis hat den Hauptmann zur Teilnahme am Lehrgang motiviert. An seinem Standort hat er bereits eine Nordic Walking-Gruppe ins Leben gerufen. „Eine Neigungsgruppe Gesundheitssport wird folgen“, gibt sich Barbara zuversichtlich.

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Teilnehmer trainieren den Gleichgewichtssinn

Auf dem Fitnessparcours (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/ Henning/Uwe Henning)Größere Abbildung anzeigen

Spirale

„Ohne ein spezifisches Sport- und Bewegungsprogramm für untrainierte oder aus gesundheitlichen Gründen minderbelastbare Soldaten dreht sich für die Betroffenen die Spirale aus Inaktivität, Funktionsverlust und Krankheit immer schneller“, so Oberfeldarzt Dr. Andreas Lison, Orthopäde am Sportmedizinischen Institut.

Genau hier soll ein Gesundheitssportangebot in der Dienststelle durch einen kompetenten Ausbilder entgegenwirken. Der Lehrgang ist kein sogenannter Endverbraucherlehrgang. Ziel ist, Disziplinarvorgesetzten und Ärzten einen fachlich qualifizierten Ausbilder zur Seite zu stellen.

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Mandy Vogl korrigiert die Körperhaltung bei einem Lehrgangsteilnehmer

Motiviert: Feldwebel Mandy Vogl (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/ Henning/Uwe Henning)Größere Abbildung anzeigen

Zielgruppe

„Ich will genau die Soldaten erreichen, die nicht zum Sport gehen“, erklärt Feldwebel Mandy Vogl, eine von 23 zukünftigen Fachsportleitern, und hat damit genau die Zielgruppe im Visier, die der neu aufgestellte Lehrgang erreichen will. Wie erforderlich gut ausgebildete und leistungsfähige Soldaten sind, zeigt aktuell der Afghanistaneinsatz mit seinen hohen physischen und psychischen Belastungen.

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Sylvia Hanses weiss die Teilnehmer zu motivieren

Spaß am Sport: Sylvia Hanses (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/ Henning/Uwe Henning)Größere Abbildung anzeigen

Bewegung soll Spaß machen

Auf das Motto: „Sport mache ich nur gerne, wenn es Spaß macht“ setzt Diplomsportwissenschaftlerin Sylvia Hanses. Übergewichtige oder untrainierte Soldaten zum Laufen zu zwingen bringt nichts, weiß Hanses. Alternativangebote sind gefragt.

So erfahren die zukünftigen Fachsportleiter die Vorteile von Aquajogging, Nordic Walking, Rückenschule bis hin zu Entspannungstechniken am eigenen Körper. Aber auch sportmedizinische Aspekte kommen bei diesem Lehrgang nicht zu kurz.

Mit insgesamt vier Lehrgängen im Jahr sollen nach und nach die Einheiten ausgebildete Fachsportleiter an die Hand bekommen.

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: 


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