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Vereinheitlichung des Europäischen Strahlenunfallmanagements

München, 09.03.2009.
Mehr als 170 internationale Experten treffen sich in der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München.

Die Experten Diskutieren über den anscheinend erfolgreichen Vortrag

Rege Diskussionen nach den Vorträgen (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Grims/Christine Grims)Größere Abbildung anzeigen

Best practice model

Strahlenunfälle und Terroranschläge mit einer „schmutzigen Bombe“, diese Szenarien sind seit den Anschlägen des 11. Septembers auch in Europa möglich. Daher trafen sich mehr als 170 internationale Experten zum EU-MASH Symposium in München. MASH steht dabei für „MASs casualties and Health care following the release of toxic chemicals or radioactive material“. Dieses Forschungsprojekt der Europäischen Union wird unter Mitarbeit des Institutes für Radiobiologie der Bundeswehr bearbeitet. Ziel des Vorhabens ist es, eine Erhebung der vorhandenen Ressourcen zum Thema Strahlenunfallmanagement in allen 27 Staaten der Europäischen Union durchzuführen und hieraus ein „best practice model“ zu entwickeln.

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Onlinefragebogen

Das Institut für Radiobiologie der Bundeswehr in Verbindung mit der Universität Ulm hat in einer umfangreichen Datenerhebung mittels eines online zugänglichen Fragebogens die Voraussetzungen der einzelnen EU Staaten zum Umgang mit Strahlenunfällen, bei denen es zu einem Massenanfall von Verletzten kommt, untersucht. Dabei wurden u.a. Daten über die Organisationsstruktur der beteiligten Institute, Organisationsstrukturen des Rettungssystems, Kapazitäten der strahlenbiologischen Spezialdiagnostik sowie Therapieleitlinien und Information über die Bevorratung spezieller Medikamente erhoben.

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Zwischenauswertung

Oberstabsarzt Armin Riecke stellte in seinem Vortag erste Ergebnisse dieser Erhebung vor. Obwohl es sich um eine Zwischenauswertung handelte, lies sich bereits hieraus eine Notwendigkeit zur Vereinheitlichung des Strahlenunfallmanagements in Europa ableiten. Eine wesentlich Forderung des Vortrags von Oberstarzt Prof. Dr. Viktor Meineke, dem Leiter des Institutes für Radiobiologie der Bundeswehr, war daher die Etablierung eines Europäischen Strahlenunfallmanagementnetzwerkes „EMRAM“ (European Medical Radiation Accident Management). Diese Initiative des Institutes für Radiobiologie stieß in der anschließenden Diskussion auf ein enormes Interesse der Zuhörerschaft.

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Amtschef Generalstabsarzt Dr. Detlev Fröhlich hält eine Ansprache und begrüßt die Gäste

Ansprache durch Amtschef Generalstabsarzt Dr. Detlev Fröhlich (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Grims/Christine Grims)Größere Abbildung anzeigen

Lange Tradition

Am zweiten Tag des Treffens eröffnete der Amtschef des Sanitätsamtes der Bundeswehr Generalstabsarzt Dr. Detlev Fröhlich die eigentliche Medizinische A-Schutztagung. Die Tatsache, dass dieses einzigartige Forum des medizinischen A-Schutzes bereits zum 18. Mal stattfindet, zeigt die langjährige Tradition dieser Treffen in der Sanitätsakademie der Bundeswehr. Dr. Fröhlich wies in seiner Rede auf Neuerungen in der Therapie von Strahlenverletzten wie den Einsatz von Zytokinen und Stammzellen hin. „Diese Beispiele zeigen, dass Radiobiologie und Strahlenmedizin voll am medizinischen Fortschritt teilhaben“, so der Generalstabsarzt.

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Prof. Dr. Viktor Meineke steht auf dem Podest und hält einen Vortrag

Prof. Dr. Viktor Meineke, Leiter Institut für Radiobiologie der Bundeswehr (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr / Grims/Christine Grims)Größere Abbildung anzeigen

Neuerungen

Im weiteren Verlauf der Tagung berichteten Mediziner und Wissenschaftler aus nationalen und internationalen Umfeld über Neuerungen auf dem Gebiet des Strahlenschutzes sowie der Therapie und Diagnostik der akuten Strahlenkrankheit. In seinem Schlusswort konnte Oberstarzt Prof. Dr. Viktor Meineke auf eine gelungene Konferenz zurückblicken und freute sich gleichzeitig, die Gäste bereits heute zur 19. Medizinischen A-Schutztagung in zwei Jahren einzuladen.

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Stand vom: 02.12.13 | Autor: 


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