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Maria-Möller-Stiftung zeichnet onkologische Forschung aus

Münster, 09.03.2009.
Die erste Trägerin des Förderpreises, Marie-Luise Herrmann, befasste sich In ihrer 2008 vorgelegten Doktorarbeit mit dem Zusammenspiel dreier menschlicher Gene, die im Verdacht stehen, die Entwicklung von Leukämien zu beeinflussen.

Von Einzelnen nicht zu schaffen

Natürlich: Anfangs habe auch sie den gleichen Traum gehabt wie viele Promovenden. Und natürlich hat auch Marie-Luise Herrmann am Ende nicht die HIV-Impfung oder das zuverlässige Mittel gegen den Krebs gefunden. „Der Weg dahin ist lang und von Einzelnen gar nicht zu schaffen, das merkt man schnell“, sagt die 30jährige rückblickend. Mit ihrer Doktorarbeit im Bereich der Krebsforschung konnte die gebürtige Oldenburgerin diesem Weg aber einige Steine hinzufügen – und erhielt daher als erste Preisträgerin den neu geschaffenen Förderpreis der Maria-Möller-Stiftung.

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In Erinnerung

Hintergrund von Stiftung und Auszeichnung ist der frühe Tod der Namensgeberin: Maria Möller verstarb im Juni 2005 im Alter von 58 Jahren an Brustkrebs, der vier Jahre zuvor diagnostiziert worden war. In Erinnerung an seine Frau und deren vielfältiges karikatives Wirken gründete der münstersche Rechtsanwalt und Notar Dr. Gerd Möller gemeinsam mit seinen Kindern eine Stiftung. Diese hat sich die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf die Fahnen geschrieben. „Während der langen Krankheit meiner Frau hat uns eine Vielzahl von Angehörigen der Universität Münster mit Rat und Tat geholfen. Die Aktivitäten der Stiftung sollen ein Dankeschön dafür sein“, so Dr. Möller.

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Promotionen "summa cum laude"

Mit der Förderung einer Reihenuntersuchung sowie dem „Onkologischen Förderpreis der Maria-Möller-Stiftung“ tritt diese nach der Gründungsphase nun erstmals öffentlich in Erscheinung. Ein Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Carsten Müller-Tidow, bei dem es um die Analyse von Geweben aus Bronchialkarzinomen geht, unterstützt die Stiftung mit 4.000 Euro. Der mit je 1.000 Euro dotierte Förderpreis wird künftig zweimal jährlich von der Medizinischen Fakultät der Universität Münster verliehen und zeichnet Doktorarbeiten aus, die, wie es in den Vergabebestimmungen heißt, einen Beitrag leisten zur Früherkennung, Linderung der Folgen von Krebs. In die engere Auswahl kommen alle onkologischen Promotionen eines Semesters mit der Bestnote „summa cum laude“, aus denen dann ein medizinisches Fachgremium die Entscheidung trifft.

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Zyklin A1

Die erste Trägerin des Förderpreises, Marie-Luise Herrmann, befasste sich In ihrer 2008 vorgelegten Doktorarbeit mit dem Zusammenspiel dreier menschlicher Gene, die im Verdacht stehen, die Entwicklung von Leukämien - auch bekannt als Blutkrebs - und Lymphomen (Lymphknotentumoren) zu beeinflussen. Im Mittelpunkt der Studie stand die Funktion von Zyklin A1, einem wichtigen Zellzyklusregulator. „Bei diesem Gen war bisher nicht eindeutig geklärt, ob es die Entwicklung bösartiger Erkrankungen eher fördert oder hemmt“, erläutert die Ärztin.

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Die Forschungsarbeit geht weiter

Bei ihren Untersuchungen an Mäusen fand Herrmann Hinweise darauf, dass beides zutrifft: „Entscheidend ist, in welchem Körpergewebe Zyklin A1 wirkt und in welcher Menge es vorkommt“. Zudem könne auch der Einfluss anderer Gene den Unterschied zwischen der krebsfördernden oder -hemmenden Wirkung ausmachen, so ein weiteres Ergebnis ihrer Doktorarbeit. „Sicher bedarf es noch viel Forschungsarbeit, um die Funktion von Zyklin A1 vollständig zu verstehen. Aber am Ende könnte das Gen vielleicht ein Ansatzpunkt sein für ein Medikament gegen bösartige Erkrankungen wie Krebs“, hofft Herrmann.

Ihre Forschungen werden allerdings andere fortsetzen müssen: Die 30-jährige hat sich schon 2001 für eine Karriere als Sanitäts-Offizier entschieden und war für ihr Medizinstudium freigestellt. Inzwischen arbeitet sie als Assistenzärztin am Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg.

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Stand vom: 04.04.13 | Autor: 


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